Update 22.40 Uhr: Bei diesem Beitrag handelt es sich um den Aprilscherz!

Aus gegebenem Anlass heute ein sehr ernstes Thema. Wir wurden in den vergangenen Tagen mehrfach darauf aufmerksam gemacht.
Grundsätzliches / Vorbemerkung
Bekanntlich werden die Tierschutzgesetze in den einzelnen Ländern der EU Schritt für Schritt angepasst bzw. erweitert. Ziel ist es – wie bei anderen Gesetzen – weitgehende EU-Konformität auch im
Tierschutz zu erlangen.
Wir haben uns die Gesetzesentwürfe schon einmal genauer angesehen.
Konkret bei uns Hunden besonders interessant erschienen uns dabei die geplanten Gesetzesergänzungen zur Tierhaltung.
So wie bei der Qualzuchtverordnung und der sogenannten Kampfhunde-Regelung gilt, dass auch die Tierhaltung europaweit extrem uneinheitlich geregelt ist und – was für uns alle höchste Relevanz hat – dass das
Rückwirkungsverbot nicht gilt. Im Klartext bedeutet das, dass alle in Zukunft erlassenen Gesetze und Gesetzesergänzungen auch rückwirkend (!) gelten, wir also definitiv auch alle betroffen sind.
Werfen wir kurz einen Blick auf die betreffenden derzeitigen Gesetzesparagrafen:
§ 2: (auszugsweise)
Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,
- muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
- …
- muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.
Österreich (PDF-Datei):
Bereits in der Präambel heißt es:
Zur Haltung von Tieren ist jeder berechtigt, der … über die erfoderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt …
Es geht also um den Fähigkeitsnachweis, Hunde zu halten und konkret vor allem um die Formulierung (in beiden Gesetzen):
“erforderliche Kenntnisse und Fähigkeiten”!
Denn genau diese sollen nun gesetzlich normiert und überprüft werden, natürlich nur zum Wohl des Hundes, wie die Politiker beteuern.
Die zu erwartenden Tests der “erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten” der Hundehaltung werden, wie mittlerweile Stück für Stück bekannt wird, auf 3 Ebenen überprüft.
Kognitive Fähigkeiten
Dabei sollen vor allem Lese- und Kombinationsfähigkeiten überprüft werden um sicherzustellen, dass die (zukünftigen) Hundebesitzer den geistigen Anforderungen von Hundeführscheinen, BGH-, Obedience-, Fährten- oder Vielseitigkeitsprüfungen und Jagd-, Therapie- oder Rettungshundeausbildungen entsprechen.
Geplant ist ein Multiple-Choice-Test mit einem Fragepool von ca. 5.600 Fragen!
Darunter befinden sich auch ziemlich knifflige Fragen wie etwa:
Beispiel 1)
Der Hund sagt: wauuuuu – wau wau – wauuuuuuuuuu
Übersetzen Sie bitte, was der Hund spricht (nur eine Antwort möglich):
- Juhu, wir gehn spazieren (freudig)
- Oh je, ich muss dableiben (traurig)
- Grrrrr … gleich hab ich dich (aggressiv)
- Hilfe, ich fürchte mich (ängstlich)
Beispiel 2)
Der Hund streckt seinen Kopf etwa im Winkel von 40 Grad in die Höhe und singt in hoher Tonlage mehrere Minuten lang ein Solo.
Was ist vorgefallen? (Eine, zwei, drei, alle vier Antworten oder auch keine Antwort sind möglich):
- Es ist Vollmond
- Die Nachbarshündin ist läufig
- Hund hat vom schlechten Abendessen Bauchweh
- Hund mimt den Urruf der Wildnis
Psychologische Eignung
Diese Testreihe besteht vor allem aus Reaktions- und Wesenstests, die gewährleisten sollen, dass die (zukünftigen) Hundebesitzer ihren Hunden auch im Wesen gewachsen sind.
Es handelt sich vorwiegend um praktische Tests:
Beispiel 1)
In einem Wald- und Wiesengebiet werden (zukünftige) Hundebesitzer mit ausgebildetem “Test”-Jagdhund ausgesetzt und müssen im Joggingtempo von ca. 7km/h loslaufen, Hund läuft dabei ohne Leine. Ein Computersystem ermittelt nun Zufallszeiten, zu denen Hasen, Fasanen oder Rehe plötzlich neben dem Weg aufscheuchen und davon stürmen. Der zukünftige Hundebesitzer muss das Wald- und Feldgetier früher erkennen und identifizieren als der Testhund und diesen dann sofort anleinen und zurückhalten.
Beispiel 2)
Die (zukünftigen) Hundebesitzer begegnen ohne Hund im Wald einem großen am ganzen Körper gepiercten und tätowiertem Mann mit 2 sehr großen und sehr starken Hunden, die unangeleint sofort und höchst aggressiv auf sie losstürzen.
Beschreiben Sie möglichst genau was Sie fühlen:
- Ich bin vergnügt
- Ich bin ruhig und gelassen
- Ich bin ausgeglichen
- Ich bin glücklich
Physische Fähigkeiten
Auf die Überprüfung der körperlichen Fitness der (zukünftigen) Hundebesitzer wird besonderes Augenmerk gelegt. Die (zukünftigen) Hundebesitzer müssen imstande sein, ihren 4-Beinern entsprechende “artgemäße Bewegung”, sprich genügend Auslauf usw. zu garantieren.
Im Gegensatz zu den anderen Tests wird die Überprüfung der physischen Fähigkeiten auf die Hundegröße abgestimmt.
Beispiel
So müssen zunächst (im Falle eines mittelgroßen Hundes) ein flotter Lauf im Tempo von ca. 8-10km/h und im Ausmaß von 60 Minuten absolviert werden. Dabei müssen die Hundebesitzer ein Stöckchen mit einem Gewicht von 20% des Körpergewichts in den Händen halten.
Raucher werden strenger geprüft, so sind bei ihnen ein Lungentest und ein Test des Atemvolumens obligat.
Ausnahmen sind – so viel ist bisher bekannt – derzeit nur für BlindenhundeführerInnen, BehindertenbegleithundeführerInnen und Menschen, die Hunde aus therapeutischen Gründen benötigen, geplant. Diese HundebesitzerInnen brauchen auch in Zukunft keine Tests zu absolvieren.
Die Gesetze sollen bereits mit 1. Jänner 2010 in Kraft treten. Wir halten diese Gesetzesentwürfe für sehr bedenklich und rufen zum Widerstand auf!
Die originalen Gesetzesentwürfe können Sie hier nachlesen.
Hi, ich hab natürlich nicht auf “hier nachlesen” geklickt! Aber ich bin schon immer für Hundeführerschein! Ohne Führerschein darf man auch nicht Auto fahren und ein Hund ist viiiiiiel wertvoller, als ein Auto! in diesem Sinne – einen schönen Tag noch, herzlichst heidi
lol
Beim Lungenfunktionstest würd ich glatt durch fallen, kicher.
LG Kiki
GsD!
Ich hatte schon Angst, mein Frauchen abgeben zu müssen!
Bei diesen Gesetzen hätten ihre ganzen Ausbildungen nichts gebracht… sie wiegt 10kg weniger als ich – was wohl bedeutet hätte, sie hätte mit ihrer Raucherlunge 2h lang mit einem Tempo von 30km/h und einem “Stöckchen” von 12kg + einem Anker von 20kg (um mich dann noch zu halten) bergauf laufen müssen… das hätte nichtmal ich geschafft
Frauchens Meinung:
“Dass einmal das Wort “Tierschutz” geschaffen werden musste, ist eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung.” (Theodor Heuss)
Aprilscherz gelungen! (haben wirklich auf “hier Nachlesen” geklickt)
Hi Ihr,
das ist ja wohl die volle Härte, meine Mammi hat auch auf hier lesen geklickt. Noch dummer kann man wohl nicht sein. Das beweißt wieder mal die Frauen sind ja so was von neugierig. Hab mir fast in die Hosen gemacht vor lauter lachen.
Liebes WUUUH
Sally
Und warum wälzt sich Frauchen gerade unterm Schreibtisch auf dem Boden und gibt komische Laute von sich? Ist doch gar nicht Vollmond *grübel*
Wüffchen
Hoshi
Ich soll im Auftrag von Ulli schreiben, dass die Hälfte des Textes auch genügt hätte, denn ich hab mir beim Vorlesen Fusseln an den Mund geredet
! Ulli ist der Meinung, dass die Idee Klasse ist, aber er meint, ihr seid nicht ausgelastet!!! Ich halte mich da raus! Allerdings hatte ich ja auch nicht auf das “hier nachlesen” geklickt, weil ich nicht noch mehr Vorschriften lesen wollte…..
Ich stelle fest, dass noch keiner protestiert hat!!!
Lasst euch ja nicht heute noch in den April schicken, am besten, ihr verpennt den Tag. Das machen Momo und Isi auch – hier ist herrlicher Sonnenschein! Herzlichst heidi
Hallo Heidi bzw. Ulli,
a) erste oder zweite Hälfte?
b) keine Sorge: gut 300 Anschläge/Minute!
herzlichst Paris und Bel Ami
Boahhhh, das schaft ja nicht mal euer Herrchen, und der ist super schnell, da habt ihr gut aufgepasst und gelernt. Ich will jetzt Ulli nicht fragen, welche Hälfte er meint, sonst muß ich es vielleicht nochmals vorlesen
Liebe Grüße aus dem sonnigen Berlin. Heidi, Ulli, und die Schlappohren
och wir hatten uns schon auf den Testteil im Wald gefreut mit dem Getier
hihi