Da Paris ja derzeit nicht in die Schule gehen kann, versuche ich ihn sozusagen zu vertreten.
Aber schön der Reihe nach:
Im Grunde halten wir es genau so wie
Hoshi (konkret:
Kommentar Nr. 2): Absolut vorrangig ist derzeit – und wohl noch länger – meine Sozialisierung! Durch Paris’ Krankheit wurde unser Defizit, nämlich öfter mal alleine spazieren zu gehen, ohnehin schnell aufgeholt, da wir seit Wochen – und auch noch die nächsten Monate – ausnahmslos getrennt spazieren gehen müssen.
Das klappt mittlerweile ganz wunderbar, ich gehe abwechselnd mit Frauchen oder Herrchen, besuche Geschäfte und verhalte mich dort bereits sehr vorbildlich, assistiere sogar bei Geschäftsterminen, spiele, übe, kann mich auch schon gut benehmen, wenn meine 2-Beiner jemanden treffen und länger plaudern, fahre Lift, hab kein Problem mit engen und dunklen Räumen oder mir neuen Untergründen, gehe in der Fußgängerzone ausgesprochen brav und konzentriert, laufe im Park oder im Wald unangeleint immer in der Nähe meiner 2-Beiner und lasse mich für mein Alter auch schon sehr gut abrufen, sogar unter Stress, also etwa wenn ich grad mit anderen Kumpels beschäftigt bin usw.
Gut, ich möchte nicht verschweigen, dass es noch vieles gibt, was noch gar nicht oder nicht ganz so gut
funktioniert: So regen mich jugendliche Skateboarder über die Maßen auf, sie bewegen sich hektisch und sind laut (obwohl mich etwa exorbitanter Lärm bei Carmen oder auch laute LKWs, Baumaschinen etc. überhaupt nicht aufregen), Jogger und Radfahrer sind eigentlich längst kein Problem mehr, sie interessieren mich nicht, außer die Radfahrer kommen schneller als gewohnt auf mich zu, wenn ich frühmorgens mit Herrchen allein im Park bin, dann muss ich bellen und mich ein wenig aufregen … also es gibt noch viele Dinge, die wir üben müssen! Meine 2-Beiner sehen das aber recht gelassen, weil ich doch erst 10 Monate alt bin.
Nun zum konkret größten Problem derzeit: In der Fußgängerzone kann ich schon recht brav (sprich ohne dass die Leine spannt) weitergehen, wenn ich einen fremden Kumpel treffe! Im Park, wo ich doch immer spielen und toben darf, klappt das bei fremden Kumpels immerhin auch schon recht gut. Aber wo es überhaupt nicht, nicht einmal im Ansatz klappt, ist in der Hundeschule! Es fällt mir wahnsinnig schwer mich zu konzentrieren, mich interessiert alles, nur nicht das, was mich interessieren sollte. Nun ist es zwar so, dass ich nicht um jeden Preis zu den anderen hin muss (ich ziehe nicht brutal), aber ich bin quirlig und immer “unter Strom”, höre daher gar nicht wirklich, was Herrchen oder Frauchen von mir wollen. Auch nach längerer Zeit bessert sich der Zustand nicht. So machten wir heute auch Körperkonzentrationsübungen, also mit genügend Abstand zu den Kumpels über Stangen gehen usw. … das klappt – freundlich formuliert – so leidlich, ein paar Sekunden lang, nicht ohne auch bei diesen Übungen rüberzuschielen. Man könnte sagen, ich bin ein Zappelphilipp! Die berühmte Übung, mich beim Gehen immer nach meinen 2-Beinern zu richten, klappt bei uns zu Hause, im Park und in der Stadt supergut, in der Schule fast gar nicht!
Frauchen und Herrchen wissen, dass sie alles tun müssen, dass ich sie interessanter finde als die Kumpels … gelingt ihnen aber nicht wirklich oder nur sekundenlang. Ich lass mich schon durch Leckerlis ablenken, fresse diese gierig, schnell schnell, und gleich danach muss ich wieder den anderen zusehen. So setze ich mich schon, wenn meist auch erst nach dem zweiten oder dritten Versuch nieder, bekomme mein Leckerli oder mein Lob und selbst beim Sitzen bin ich nur auf die Kumpels fixiert. Die 2-Beiner oder auch meine Lehrerin Elisabeth reden mich auch lieb und motivierend an, klappt auch für Sekunden und selbst dabei bin ich nur sehr halbherzig bei der Sache. Heißt im Klartext: Keine Übung, die zu Hause funktioniert, klappt in der Schule! Außer ‘Abrufen’, das geht auch dort wunderbar. ‘Angeleint warten’ haben wir die letzten beiden Wochen gelernt, auch das klappte in der Schule immerhin schon ganz gut. Sonst aber eben nichts.
Beim Warten ist es mir sogar “passiert”, dass ich sitzen blieb. Weil ich die anderen beobachten musste, habe ich aufs Aufstehen vergessen
!
Sehr plakativ formuliert: Menschen, die uns nicht kennen, würden meinen, ich sitze den Rest der Woche im kleinen Zwinger – und “wehe, wenn sie losgelassen”! (So hielt es meine Lehrerin sogar für möglich, dass ich zuwenig Kontakt mit anderen Hunden hätte … ihr wisst ja, das Gegenteil ist der Fall!)
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Ist es mein jugendliches Alter bzw. meine Pubertätsphase und ich bin sozusagen noch nicht so wirklich “schulreif”?
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Was können wir verstärkt zu Hause üben? Jedesmal üben, wenn wir fremde Hunde im Park treffen? Das ist deshalb schwierig, weil die “Fremden” ja nicht stehen bleiben und die paar Sekunden bis die vorbei sind, klappts ja …
Habt ihr ähnliche Erfahrungen oder Tipps, womit oder wie wir am besten ansetzen sollten?




Hallo Bel Ami, bleibt mal ganz cool
Ich war auch solch Quirl, im Gegensatz zu meiner Mutti Momo – aber: Frauchen hat mir erzählt, dass ihre Doggenjungs zwischen 9 und 12 Monaten zu nix “zu gebrauchen” waren. Allerdings ist wichtig, dass immer, und immer wieder (auch daheim am Sofa) geübt wird, dass deine Zweibeiner deine Aufmerksamkeit auf sich lenken. Das kann mit einem kleinen Schnalzer oder ähnl. Geräuch sein, dem ein Leckerli folgt. Das Leckerli gibt es erst bei Blickkontakt. Die Gabe des Leckerli und den Blickkontakt immer etwas verlängern. Wenn das mit dem “Schau mir in die Augen Kleines” funktioniert, dann klappt alles andere FAST von allein
Liebe erfahrene, ausgeglichene Wuffi’s schickt dir Isi
Hallo Isi,
beruhigt mich ein wenig was du schreibst!
Meine 2-Beiner sind total glücklich, dass das mit dem Blickkontakt schon super klappt, selbst beim Spazierengehen suche ich diesen sogar ganz von alleine ständig (!) und auf kleine “Aufmerksamkeitserreger” seitens der 2-Beiner (ob draußen oder drinnen) reagiere ich ausnahmslos prompt und hoch erfreut!
WEIL das eben schon so gut klappt, wundert es sie, dass in der Schule davon nix zu merken ist
herzlichst Bel Ami
Hallo Bel Ami!
Unseren kleinen Zappelphilip (Filou) konnte ich dank Clickertraining zum konzentrierten Arbeiten bringen. Sogar im Obedience konnten wir dank Clicker Riiiiiiiieeeeeeesen-Vortschritte machen: zu anfang war das Fußgehen eine Katastrophe, und jetzt (genauer: am Sonntag) starten wir schon auf der ersten Obedience-Prüfung.
Mein Fazit: Man braucht zwar viel Geduld, es geht natürlich nicht von heute auf morgen, aber versucht es doch mal! Schaden wirds dir schon nicht
Viele Grüße
Marina, Filou & Alec
Hi Marina und Pelzige,
klingt sehr gut, danke! Herrchen hat schon mal ein Seminar gemacht, bei dem er das Clickern gelernt haben sollte!
Euch und besonders Filou halten wir ganz fest die Krallen am Sonntag!!
herzlichst Bel Ami
Hallo Johannes, du weisst schon, dass ich bei Isi auch den Clicker benutze. Denk daran, wie es mit Sascha und Isi beim Wettbewerb “Kind und Hund” mit dem Clicker ganz toll funktionierte….
Beruhigende Grüße Heidi
@ Heidi, natürlich weiß ich es, ich weiß aber nicht, warum ich mich immer so gegen den Clicker gewehrt habe/wehre … aber langsam wirds wohl Zeit diese Meinung zu revidieren
liebe Grüße Johannes
PS: Doch, ich glaube mich zu erinnern, dass ich irgendwo mal gelesen hab, dass man es bei sehr jungen Hunden (noch) nicht verwenden soll, aber das stimmt wohl gar nicht, denn der Einsatz des Clickers hängt wohl mehr mit dem konkreten “Problem” als mit dem Alter des Hundes zusammen.
Also…dass erinnert mich doch sehr an Emils Vorgänger. Der kam auch anfangs mit Hundebegegnungen zurecht, aber dadurch dass ich ihn zur Gruppenarbeit auf dem Hundeplatz gezwungen habe, die wohl ähnlich aussah wie bei Euch, habe ich damit mehr kaputt gemacht als gut. Als er 12 Monaten alt wurde, ging in der Gruppe und bei Begegnungen gar nichts mehr – da hab ich dann endlich kapiert, dass es so keinen Sinn mehr hat. Mein Hund war ein absoluter Arbeitshund, der aber nur alleine für sich arbeiten konnte. Also übten wir alleine und schon klappte es. Er war eben für die Gruppe viel zu nervös und lies sich leicht ablenken, KONNTE also in dieser Situation gar nichts lernen.
Ich übte von da an mit ihm alleine und schon funktionierte es viel besser. Nicht jeder Hund kann in einer Gruppe gut lernen, ich würde einfach ausprobieren ob es alleine besser geht.
LG
BB
Hallo Birgit,
. Ja, es ist richtig, allein ist Bel Ami schon jetzt ziemlich gut und man sieht ihm auch die (erwünschte) Freude an zu “arbeiten”! Und ja, wir glauben auch, dass Bel Ami durchaus viele Anlagen (schon genetisch) hat, die ihn als Arbeitshund geeignet erscheinen lassen! Auch im Park wundern sich viele, dass er schon viel kann und zum Teil “sehr brav (folgsam) ist”, nur in der Hundeschule gehts nicht.
interessant! Fast habe ich mich vor einer solchen Antwort ein bisschen gefürchtet
Wir werden das Verhältnis “alleine – Gruppe” aber nach deinem Eintrag jetzt sehr genau beobachten! Danke!
liebe Grüße Johannes
Also, je früher ein Hund lernt mit dem Clicker zu arbeiten, desto besser!Ich habe den Clicker am 3. Tag bei Frauchen kennengelernt und wir kennen Züchter, die ab der 5. Woche clickern.
Dein Herrchen erfährt manchmal merkwürdige Sachen
Ist es DIE Elisabeth, bei der ihr seid??? Dann bestellt mal einen herzlichen Gruss von Frauchen, sie haben sich mal vor einigen Jahren persönlich kennengelernt, da waren Merlin und Dojan noch dabei. Ein schöner Nachmittag beim Heurigen
Locken mit Leckerli funktioniert bei deinem “Problem” eh nicht
Für dein Alter übrigens ein stinknormales Verhalten.
1. Frage: Gibt es vor dem Unterricht freies Spiel der Hunde untereinander, möglichst ausserhalb des Arbeitsplatzes?
2. Frage: wie lange dauert der Unterricht bei euch immer?
3. Frage: schon mal ganz alleine auf dem Platz geübt, ohne das andere Hunde anwesend waren?
4. Frage: gibt es bei euch ein Startsignal zu Arbeit, das eindeutig klar macht, jetzt wird nicht mehr gekaspert, sondern gearbeitet?
Aus den Fragen ergeben sich schon die Tipps
- ausserhalb des Platzes vorher Begrüssung ermöglichen
- alleine auf dem Platz üben
- clickern, clickern, clickern
- nur kurzen Unterricht, wenn was prima geklappt hat, freudig den Platz verlassen, kurze Pause, wieder rauf
- in eine ruhige Ecke setzen, auf oder vor dem Platz, gemütlich sitzen, jede Kontaktaufnahme vom Hund bestätigen, aber nicht verlangen
- beim Fuss ständig Tempowechsel, Richtungsänderung etc.
- Buchtipp: Clickertraining für Welpen (sic!) von Pietralla/Schöning
Wüffchen
Hoshi
Hallo Hoshi,
Elisabeth Godderidge)
auch euch herzlichen Dank!
Elisabeth ist bei uns die Trainieren, die insbesondere auch die Therapiehundeausbildungen macht und sich sehr um mich bemüht! Ist wohl andere Elisabeth
(
zu den Fragen:
1) Freies Spiel vorher: jein, wenn die anderen “spielkompatibel” sind, ja, sonst leider nicht (heute z.B. mit dem Staffi wars nicht möglich)
2) Wie lange Unterricht und 3) ob auch allein auf dem Platz: Sehr kurz für MICH! Denn ich darf immer schon vorher kommen und mit Elisabeth und Herrchen ganz allein üben. Wenn dann die anderen kommen, gehen wir nach ein paar Minuten, machen nicht mehr als nur 1 oder 2 Übungen mit. Insgesamt vielleicht maximal 30 Minuten (waren am Anfang noch viel weniger). Es reicht schon, wenn 1 Kumpel irgendwo auf dem Platz ist oder kommt, und aus ist es bei mir mit der Konzentration.
4) Startsignal zur Arbeit: Ja, wenn 1) ja!
Zu den Tipps:
, Buchtipp: danke, haben wir noch nicht.
-) Ich verlasse den Übungsplatz immer nach einem Erfolgserlebnis und daher auch freudig, ja.
-) Clickern, ok, kapiert
-) Tempowechsel machen wir auch im Training immer, klappt ganz gut, in der Schule funktionierts (noch) nicht, bin zu sehr abgelenkt.
hmmm … wenn ich das alles überlege, was ihr schreibt, kommt mir langsam der Verdacht, dass es zwei kleinste gemeinsame Nenner gibt/geben könnte: Jene Übungen, die ich im Park (nicht in der Stadt: da bin ich viel braver und konzentrierter!) nicht gut kann oder bei denen ich mich noch leicht ablenken lasse, kann ich in der Schule gar nicht … Und zweitens: Ich glaube, dass es die Wiese ist, die ich mit Spielen verknüpfe. So gesehen könnte es funktionieren, wenn wir im Park viel üben …
herzlichst Bel Ami
DANKE!!!
Servus Bel Ami,
bei mir funktioniert das auch alles 99,9% NICHT. War ein Scherz. Leider hab ich keine Erfahrungen mit Hundeschulen aber zu Hause klappt das alles super. Auf dem Spaziweg zu 80% und wenn meine Kumpels kommen dann nur noch 50%.
Liebes WUUUH
Sally
Hallo Sally,
“mit Kumpels 50%” ist doch schon mal ziemlich gut, weil bei mir tendiert es dann gegen 0%
herzlichst Bel Ami
Hallo!
Hoshi hat dazu einen wirklich guten Beitrag gebracht!
Ich kann dich gut verstehen Bel Ami… willst eben die anderen Hunde kennen lernen bzw. begrüßen.
Könntest du dein Herrchen nicht dazu überreden, einmal gegen Ende des Trainings mit dir zu üben? Dann könntest du nach deiner Konzentrationsübung vielleicht mit ein paar Hunden dieses Kurses a bissal Spazieren oder Spielen (anderer Platz).
Liebe Grüße!
willst du meinen Senf auch noch dazu ?
O.K.
Momentan besuche ich keine Hundeschule.
Frauchen und ich *arbeiten* allein.
bei jedem Spaziergang wird getobt, gespielt unde gearbeitet.
Mit Clicker !!!!!
Und…… mit Geflügel Wienerle !!!!!!
Oder glaubst du ich mache den zircus um sonst ???
*Schlaubi* Indi
Ich bin ja Ersthundebesitzerin und dann noch mit dem gerne als störrisch oder eigenwillig beschriebenen Briard.
Alles wollte ich richtig machen und ich hab mich irgendwann selbst extrem unter Druck gesetzt.
Ich bin kein Fan von “jede Stimmung springt auf den Hund über”, aber ich glaube, in dem Fall war da schon was Wahres dran.
Ich hab auch ein bisschen eigenwillige Ansichten, jedenfalls habe ich mit Nele einfach ganz viel geübt, dass sie auf mich fixiert ist. Damit klappt nicht alles, aber vieles inzwischen einfach besser.
Du weißt, ich bin ein absoluter Fan der binären Erziehung und was ich nicht mag sind Leckerlies. Auf Klicker steh ich auch nicht so. Und so musste ich mir eben meinen Weg da durch bahnen und ich muss sagen, dass es ganz gut klappt soweit.
Ich kenne Hunde, die jahrelang in der Hundeschule waren und denen öfter der Gaul durchgeht als Nele.
Was Carina schreibt finde ich wichtig: die Situation muss passen. Die Hunde müssen gespielt haben, getobt haben, sonst werden sie sich nie aufs Lernen konzentrieren, weil einfach alles andere spannender ist. Und fürso einen Kleinen wie den Bel Ami ist doch sowieso vieles spannender als Lernen.
Und dann: es muss nicht in der Hundeschule klappen. Es muss mit Euch und im Alltag klappen. Das ist meine Meinung, wenn auch vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber es heißt ja “non scholae sed vitae…”
Fühlt Ihr Euch da eigentlich wohl? Ich hab immer etwas Sorge, dass die Hundehalter auch irgendwie erzogen werden in einer Hundeschule…
Hallo Anne,
Auch das sehe ich wie du: Bel Ami ist schon sehr gut auf mich / auf uns “fixiert” und deshalb klappt vieles auch schon.
wir haben absout die selben Erfahrungen mit vielen Hundeschulbesuch-Hunden! Dürfen wir aber nicht verallgemeinern.
Also, gleich vorweg: Wir haben vom allerersten Tag an darauf höchsten Wert gelegt, dass es im Alltag klappt und das tut es höchst befriedigend bereits jetzt. Bel Ami ist im Alltag sogar das was man “leicht führbar” nennt! Ganz traumhaft gut, überhaupt für sein Alter. Komme soeben vom Abendspaziergang ganz entspannt zurück
Und ich stimme dir auch zu (im konkreten Fall natürlich auch Emils Frauchen), dass es auch uns letztlich gar nicht wichtig ist, ob es denn auch je in der Schule klappt. Zu Hause, bei uns im Alltag – im weitesten Sinn – soll unser Zusammenleben ein harmonisches und für beide Seiten glückliches sein. Schon richtig dein Zitat, als ich es damals bei Paris als Titel wählte, habe ich genau das gedacht, weil auch Paris in der Schule Probleme, wenn auch andere, hat.
Zu deiner letzten Frage zum Wohlfühlfaktor in der Hundeschule: Ich fuhr mit Paris und fahre jetzt mit Bel Ami (wenn irgendwie möglich 2x/Woche) 80 km in die Schule und es hat viele Monate gedauert die Schule zu finden, über die ich ohne Zögern sagen kann: Ja, ich fühle mich sehr wohl, Hund fühlt sich sehr wohl (sogar Paris fühlte sich irgendwie wohl dort!). Der Grund ist, weil – insbesondere Elisabeth, unserer Trainerin – unendlich viel Erfahrung hat und auf jeden ganz individuell, für uns aber natürlich wichtig, auf unsere beiden Hunde wunderbar eingeht.
Wenn es der Sache, also der Erziehung Bel Amis dient, lasse ich mich auch gerne miterziehen, Ich mache trotz langjähriger Erfahrung immer wieder Fehler, und da höre ich schon sehr genau zu, was ich insbesondere an mir auch verbessern kann, und das ist ziemlich viel. Wie ich eigentlich generell denke, dass besonders die 2-Beiner viel mehr lernen müssten, dann würden sich unsere Hunde bei vielem auch viel leichter tun. Es tut mir (und in Folge uns) gut, “beobachtet” und kritisiert zu werden, nur so kann ich mich weiter entwickeln denke ich.
In die Schule fahren wir mit Bel Ami aus mehreren Gründen: weil er offenbar grad in diesem Umfeld eklatante Schwächen hat, und es sicher nicht schadet, daran zu arbeiten, weil auch ich gerne dazulerne und eine Schule/Trainerin gefunden habe, die mir das ermöglicht und derzeit vor allem auch, weil wir die beiden praktisch außer beim Schlafen fast permanent trennen müssen und der Schulbesuch damit gleich mehrere Fliegen auf einen Schlag trifft
Trotzdem: Wenngleich ich derzeit das Gegenteil “plane”, sollte sich alles mit Bel Ami so oder ähnlich entwickeln wie es Birgit von Emils Vorgänger schreibt, es ihm oder mir keine Freude machen etc., arbeiten wir eben zu Hause ohne Schule weiter. Schulbesuch ist für uns sicher keine conditio sine qua non, aber ernst versuchen wollen wir es schon. Auch weil wir wirklich glauben, dass Bel Ami gerne, freudig und gut lernt, gute Anlagen hat und die möchten wir schon möglichst umfassend fördern. Wie gesagt, können viele sicher auch alleine, ich lasse mich aber gar nicht ungern dabei auch von jemandem sehr Kompetenten führen.
liebe Grüße Johannes
Öhm, man geht nicht in eine Hundeschule, damit der Hund was lernt, sondern Hundeschulen sind ausschliesslich dazu da, damit der Halter was lernt. Nämlich den richtigen Umgang mit seinem Hund, Erziehung etc.

Die paar Minuten in der Woche auf dem Platz dienen eher der Leistungsüberprüfung, die eigentliche Arbeit findet tagtäglich ausserhalb statt.
Nei euch ist es so, dass es bei hoher-böchster Ablenkung noch nicht funktioniert. Müssen wir bei mir auch noch dran arbeiten
Und naja, sich wissentlich aktuellen und gesicherten Erkenntnissen der Lernbiologie zu verschliessen ist eigenwillig …
Wüffchen
Hoshi, dessen Frauchen noch nie einen störrischen Briard kennengelernt hat trotz langjähriger Briarderfahrung
Beim Thema “Zappelphillip” mußte unser Frauchen lachen. Hero ist mittlerweile über 3 Jahre alt und immer noch ein Powerpaket. Er hat die Geduld von unseren Zweibeinern schon oft auf eine harte Probe gestellt, aber typisch Bloodhound – nur die Nase zählt und leider ist er der größte Mäkelfranz den es gibt – Leckerchen können wir da vergessen. Aber trotzdem hat auch er schon vieles gelernt. Also nur nicht unterkriegen lassen.
Liebe Grüße aus Berlin
Mae Belle