Wir haben ein wenig zugewartet
- vor allem in der Hoffung, dass es bessere Neuigkeiten gibt und
- um die Entwicklung sicherer beschreiben zu können
Die psychische Situation
Paris hat seit Donnerstag Angst hinauszugehen, und zwar von der Couch im Wohnzimmer in den Vorraum. Diesen betritt er nicht oder nur wenn es sein muss nach stundenlangem Singen und immer erneuten Anläufen sehr zögerlich und ängstlich. Er will also hinaus, traut sich aber nicht. Er muss aber durch um hinauszugelangen. Wenn wir die Leine zeigen, rufen oder versuchen ihn zu motivieren, verkrampft er sich völlig und zieht sich sofort zurück, was uns vor allem deshalb wundert, weil wir früher die Leine nur in die Hand nehmen mussten und er wollte weggehen. Wenn er endlich rausgeht, dann nur, wenn niemand von uns in der Nähe ist. Jeder Versuch eines Zeitmanagements scheitert damit schon in den Ansätzen.
Draußen entspannt er sich dann weitgehend und geht auch ein wenig herum, ist sogar verhältnismäßig lustig. Daher sieht es eigentlich für uns nicht so aus, als würde er sich vor der Bewegung fürchten?
Auffällig etwa: Wenn er drinnen ist und wir starten ein Auto, singt er zwar höchstens, traut sich aber nicht raus; gehen wir aber nur Richtung Auto, wenn er draußen ist, “springt” er auf und will mit.
Es scheint fast, als wäre es der erste Teil des länglichen Vorraums, in dem etwa auch seine Trinkschüssel steht, der zum größten Problem wurde. Vom Büro aus etwa geht er zwar auch nicht auf unsere Aufforderung hin, aber doch etwas leichter und schneller raus.
Jeden Tag dasselbe Theater – und nein, es ist nichts im Vorraum, das vor der OP nicht da gewesen wäre und es ist auch im Vorraum bis vergangenen Donnerstag, den Tag nach der OP, nichts passiert. Gestürzt sind wir damals alle ja erst draußen auf den beiden Stufen, Und diese übergeht er problemlos.
Da wir schon länger ein neues Haus suchen und schon fast fündig wurden, gibt es jedenfalls jetzt eine neue Priorität: keine Stufen!
Die physische Situation
Leider tritt er auch noch immer nicht auf mit dem operierten Bein, sondern überkötet mit dem Fuß teilweise stark. Wir haben gestern Abend in der Klinik angerufen um zu klären, ob er im Fahrplan ist. Was uns nämlich so irritiert und unsicher macht ist, dass Paris genau eine Woche nach der 1. Operation bereits am operierten Bein stehend pinkelte und es heute (also nach genau einer Woche) nicht einmal noch aufstellt…
Es dürfte aber laut Ärztin alles im grünen Bereich sein, denn er hat kein Fieber, frisst halbwegs und die Wunde nässt auch nicht. Da das OP-Trauma sehr groß war, wunderte sie sich nicht sehr über diese “Komplikationen”. Paris bekommt einige Tage länger die entzündungshemmenden Schmerzpulver (die Antibiotika ohnehin noch) und Frauchen macht mit ihm viele Übungen, kalte Umschläge, knetet den Fuß (auch wegen des Senkungsödems, das aber schon unten am Fuß anlangte und seit heute nicht mehr zu sehen ist). Außerdem macht sie alle Tellington-Touch-Übungen (danke Carola!), die er sich auch sehr gerne und endlos gefallen lässt.
Dann bekamen wir noch den Tipp ihm vorsichtig das rechte Bein nicht abstellen zu lassen, damit er das neu operierte linke Bein aufstellen muss… Damit zögern wir allerdings noch, damit wir ihm nicht draußen, wo die Welt für ihn halbwegs in Ordnung zu sein scheint, das nächste Trauma erzeugen.
Wir versuchen allerdings, ihn möglichst lange draußen zu halten, damit er sich wenigstens ein wenig zu bewegen beginnt.
Nerven wie Drahtseile jedenfalls hat mittlerweile nur mehr Bel Ami.


Irgendeine nicht nachvollziehbare Fehlverknüpfung *seufz*
Ich würde ihm für einige Tage eine rosarote Brille aufsetzen! Lass dir für ihn Valium oder ähnliches für einige Tage geben, wirkt gleichzeitig auch noch ein wenig appetitsteigernd
. Und zwar ziemlich zügig!
Und wenn ihr alle rausgeht ohne ihn zu beachten und ihm Garten quasi auf ihn wartet? Mit was Leckerem?
VG
Karina
Hallo Karina,
auf die Idee des Valium hat uns ja auch schon Emil gebracht. Leider total rezeptpflichtig und die rücken in der Apotheke keins raus ohne Rezept. In der Klinik in unserer Nähe wollen sie es uns nicht recht verschreiben – wohl auch, weil sie ihn praktisch da nicht kennen – und Hollabrunn ist ein bisserl weit weg …
Aber wir machen es genau so wie du schreibst: Wenn wir im Garten warten, kommt er irgendwann – die Betonung liegt auf “Irgendwann”, es dauert(e) mitunter Stunden! Und den Garten empfindet er als sehr angenehm, da ist Bel Ami, da sind wir, da gibts was Leckeres, da sind die Autos, weil vielleicht fahren wir ja doch los …
Wir haben nun den ganzen Vorraum mit Teppichen und Hundedecken ausgelegt, weil wir den Verdacht haben, dass ev. in der Klinik ein ähnlicher Fliesenboden war, als er von der Narkose erwachte und sie ihn mit der Leine (!) rausschleppten … (weil Leine auf einmal was höchst Negatives ist, wenn man sie in der Nähe des Vorraums nimmt).
Und siehe an, in den letzten 2 Stunden humpelte er schon 2x aus und ein, nicht ohne langes Warten an der Schwelle, aber immerhin ein riesen Fortschritt. Christa hat ihn bei seinen Überlegungen nicht beachtet oder unterstützt!
Jetzt hoffen wir natürlich auf deutliche Besserung bis Montag, denn da sind wir in der Klinik zum Nähteziehen und Kontrolle, ansonsten müssen sie uns das Valium verschreiben.
Es ist natürlich auch so, dass wir vor noch mehr psychischen Problemen die größte Angst haben, weil er ja ohnehin ein Problemfall ist. So hat er etwa in der Wohnung von 10 Räumen 8 bis heute noch nie betreten – in 2 Jahren! Bel Ami war am Tag seiner Ankunft spätabends in allen Räumen! Außer in Wohnzimmer und Vorraum geht er nirgends rein. Und jetzt ist noch der Vorraum ein Problem, das wir schnellstens wegbekommen müssen.
liebe Grüße Johannes
Hallo Johannes!
Habt ihr es schon mit Butter versucht? Joy würde für Butter vermutlich sogar ins Wasser gehen… Jedenfalls gibt es ja so befüllbare Tuben (praktisch), die könnte man mit Butter füllen und ihm bis nach draußen lecken lassen – aber vorher würde ich ihn ein paar Runden, im bekannten Zimmer, damit drehen lassen… vielleicht auch in einem “neuen” Raum… wenn er auf Butter genauso abfährt wie Joy (oder Leberwurst?)
Paris kommt mir genau so sensibel vor wie Joy – ich kann eure Situation gut verstehen!
Alles Liebe und Gute!
sigrid
Ja, das hatte ich seinerzeit Emil “verordnet”
Habt ihr keinen Haustierarzt/StammTA, der euch das geben könnte? Alternativ euer Hausarzt? Keine Ärzte in Verwandschaft/Bekanntschaft, die euch mal aushelfen könnten?
Wenn sich seine Angst bis Montag nicht allerdeutlichst verbessert hat, lasst es ihm unbedingt verschreiben! Ein Rezept von mir würde euch in Ösiland wahrscheinlich nicht viel nützen
VG
Karina
Hi nach Österreich! Frauchen hat irgendetwas gefaselt, dass Johannes der Sally am Dienstag geschrieben hat, dass er schon die Nacht vor der OP mit Paris im Büro schlafen wollte, weil Paris Angst der besonderen Art in der Wohnung hatte??!! Wir halten die Daumen und wünschen alles Gute.
Isi und Anhang
Ich kann Euch auch eine Valium Kur wärmstens empfehlen. Emil hat es 4 Tage bekommen und danach waren die meisten Hürden geschafft. Emil hatte ja auch beim Geräusch der Leine angefangen vor Angst zu zittern, einfach, weil er beim Laufen draussen wohl ziemlich starke Schmerzen hatte. Die Idee mit dem rutschigen Boden hatte ich auch, denn ein dreibeiniger Hund hat sicher große Angst zu stürzen.
Aus einem anderen Forum kenne ich einen Hund, dem ein riesiger, gutartiger Tumor aus der Schulter operiert wurde. Er trat tagelang vorne nicht auf, wenn, dann war die Pfote auch umgeknickt. Das Frauchen war schon völlig verzweifelt – heute, Wochen später, läuft er völlig lahmheitsfrei. Ich glaube, man braucht eine Menge Geduld und obwohl es zwei gleiche OPs waren, kann der Heilungsverlauf völlig unterschiedlich aussehen. Eventuell müssen sich diesmal mehr Nerven regenerieren.
Ich drücke weiter die Daumen.
LG Birgit
Hallo,
Ähnliches gilt auch für die Teiche im Schlosspark im Winter, für Geschäfte usw.
@ Sigrid:
Leberwurst ist normalerweise DAS Lockmittel für beide schlechthin, auch für Paris. Versagt aber völlig, wenn seine Angst überwiegt. Dann ignoriert er es und dreht sich weg, als wäre es Gift! Wenn er vor etwas Angst hat, dann ist diese immer größer als jedes noch so attraktive Lockmittel.
Beispiel Küche. Er hat sie noch nie betreten, obwohl Bel Ami und Carmen ihn immer und immer wieder lock(t)en (was sonst super klappt). Er würde eher verhungern, als sein Futter in der Küche fressen. “Küche” können wir jetzt auch ersetzen mit den anderen 8 Räumen, die er nie betrat. Die kannst mit Leberwurst tapezieren und er traut sich nicht rein, leider
Derzeit ist die Situation allerdings nochmals verschärft: Er lässt sich von uns Menschen alles machen, streicheln, strecken, beugen, ist extrem kuschelbedürftig und kriegt natürlich seine Ganztagseinheiten auch
, aber wir dürfen von ihm nichts wollen, dann sofort Verkrampfung und Rückzug. Wie bei der Leine, auf die er bisher positivst konditioniert war. Er reagiert auch derzeit nicht, wenn wir uns anziehen usw. … kaum zogen wir uns vor der OP die Schuhe an, sprang er und sang er, weil er weggehen wollte …
Derzeit fürchtet er sich auch panisch vor seinen Futterschüsseln. Wenn wir diese bringen, schreckt er zurück, trinkt aber dann daraus, füttern lässt er sich allerdings derzeit fast nur von Hand
@ Karina:
ist ja fast schon ein wenig peinlich: nein, da ich ein völlig gestörtes Verhältnis zur Ärzteschaft habe, hab ich bis heute keinen Hausarzt, auch nie einen gehabt. Frauchen ist diesbezüglich ähnlich “renitent”.
Und was Tierärzte betrifft, ist die Sache derzeit noch schlimmer, weil wir da auch im Moment niemanden haben. Das scheint vor allem deshalb so absurd, weil Paris ja bekanntermaßen 2 Jahre ohnehin permanent bei Tierärzten war…
Wir werden wohl, wenn das jetzt endlich mal alles vorbei ist, wieder in die Klinik in der Nähe gehen, um eben in solchen Fällen schnell handlungsfähig zu sein. Dort sind zumindest 2 Ärztinnen, die Bel Ami kennen und die auch unsere Bassets gut kannten und denen wir auch vertrauen. Hollabrunn ist für die schnellen Sachen zwischendurch einfach zu weit weg. Mal abgesehen davon, dass ich bezweifle, dass Paris die Klinik wieder betreten wird (wir machen uns schon große Sorgen vor Montag und dann vor dem Kontrollröntgen in 3 Wochen, da seh ich rabenschwarz).
Möchte noch anmerken, dass es doch irgendwie absurd ist, dass ein deutsches Rezept hier nicht gültig ist in Zeiten des oft diskutierten “EU-Normierungswahns”
@ Isabella,
das ist richtig, Paris verließ die Wohnung am Tag vor der OP, zog aber sehr spät am Abend wieder ein und schlief dort auch ruhig. Es war ein abgehängtes Bild, das Carmen beim Hüpfen runtergeworfen hatte, und das stand dann am Boden unter der Stelle, wo es sonst hing. Wieder aufgehängt und Paris konnte ins Wohnzimmer …, der Vorraum war da kein Problem
Update @ Birgit,
jetzt haben sich die Kommentare überschnitten: Ja, wir werden uns das Valium auf jeden Fall (!) am Montag verschreiben lassen, schon alleine, damit wir nicht in der Luft hängen, wenn nach Montag ein neues “Trauma” auftritt.
Wegen der beiden Operationen haben wir eigentlich auch die – sicher sehr laienhafte – Meinung, dass es ja das linke Bein ist, welches Paris seit seiner 14. Lebenswoche immer und immer wieder Schwierigkeiten machte, mit Goldimplantaten versehen wurde usw. … also jenes Bein, das sozusagen immer schon das Problembein war und vielleicht deshalb jetzt auch länger braucht um zu heilen. Das rechte Knie fingen wir doch relativ schnell ab nach dem Auftreten der Probleme, da hatte er aber bis dahin nie ein Problem gehabt …
liebe Grüße Johannes
Er hat Probleme mit glatten Flächen, vermutlich von Anfang an Unsicherheit/Schmerzen auf diesen.
Habt ihr überwiegend Fliesen/Parkett?
Habt ihr bei ihm als Welpen bez. der anderen Räume wissentlich oder unwissentlich Tabus gesetzt?
Aus welchem Matzerial sind die Futterschüsseln? Auf welchem Untergrund stehen sie?
Plöd, wäre er deutlich kleiner, hätte ich einen Tipp.
Würdet ihr clickern hätte ich den ultimativen Tipp
Diese psychischen Probleme sind wirklich gravierend! Da muss dringend medikamentöse Anxiolyse her!!!
http://de.wikipedia.org/wiki/Anxiolyse
Übrigens Vorsicht beim Gassigehen in Hollabrunn: ich hab in den letzten Tagen Giftwarnungen von dort gelesen!
http://portal.gmx.net/de/themen/oesterreich/panorama/8172208-Giftanschlag-auf-Fuchs-und-Hund,cc=000008451500081722081pnBYl.html
VG
Karina
Hallo Karina,
nein, wir haben überwiegend keine Fliesen, auch kein Parkett. Er mag aber auch Parkett offenbar nicht, denn in den Räumen Nähe Büro ist Parkett, da geht er geduckt in Höhe eines Dackels. Wir halten es für möglich dass es der Parkettboden ist. Er war xmal dort und es gibt keine Verbesserung. Mit Carmen, mit Bel Ami und gleich am Anfang natürlich auch mit Chatty, keine Chance. Wir haben dort viel Zeit mit ihm verbracht, Hundedecke mitgenommen, er lag drauf, das nächste Mal dasselbe Theater! Bel Ami läuft da vollkommen normal und lustig durch.
Zu Hause gibt es keinen Parkettboden, und Fliesen nur im Vorzimmer!
Wir haben 100% keine Tabus gesetzt zu Hause als er Welpe war. Bereits als er zu uns kam, saß er die ersten 14 Tage ausschließlich bei Bassetdame Chatty und ist nur raus, wenn sie raus ist! Wenn sie in einen Raum wie die Küche ging, ging er nicht mit! Sonst hat er sich an ihr orientiert.
Er war bereits 100% zimmerrein, was uns verdächtig vorkam (12 Wochen). Vor allem deshalb, weil er sonst nichts, wirklich überhaupt nichts kannte! Nicht einmal Gras! Er lag beim Abholen wie eine Kröte im Gras und da sagte uns eben der Züchter, dass er dieses das erste Mal sieht, es war Mitte Mai! … Da wäre jetzt noch viel anzumerken, aber da wollen wir ohnehin bald mal einen eigenen Beitrag dazu schreiben …
Die Futterschüsseln sind Aluminumschüsseln, aus denen er aber heute Abend bereits vorsichtig fraß.
Die Futterschüsseln stehen etwa 40cm über dem Boden in einer Halterung.
Vielleicht ist das noch interessant: Er fraß noch nie entspannt stehend von einer Schüssel (welche auch immer und in welcher Höhe auch immer) – etwa wie Bel Ami -, sondern er steht immer extrem gestreckt, so dass er die Schüssel grad noch erreicht beim Fressen, auch wenn er hungrig ist. Es kommt relativ oft vor, dass ich ihm die Schüssel ganz vorsichtig näher schieben muss, weil er sonst sozusagen auf die Nase fällt. Er war auch immer schon ein sehr sehr schlechter Fresser, frisst aber derzeit halbwegs brav (für seine Verhältnisse, nicht für jene einer Dogge seiner Größe und seines Alters).
Es wird derzeit Tag für Tag einen kleinen Schritt besser wie es scheint. Er “läuft” auch bereits vom Wohnzimmer nach draußen, aber nur, wenn wir es nicht von ihm wollen, also ihn nicht auffordern! Da ist sofort Sendepause und es geht nix mehr. Auch das Halsband, das sonst Signal für seinen Weggeh-Hype war, ist derzeit mit Zwang assoziiert. Wir tun es ihm nur morgens rauf, damit er es nicht vergisst…
Der Tipp würd mich natürlich schon interessieren, wenn er kleiner wär …?
Und glaub mir, ich werd zum Profi-Klicker, wenn ich wüsst, dass der Kerl dann psychisch stabiler werden würd!
Vielen Dank für die Warnung wg. Hollabrunn, wir passen natürlich auf! Er kann aber bis Montag ohnehin nicht gehen, und bei Bel Ami achten wir sehr, dass nichts passiert.
Danke auch für den Ratschlag mit der medikamentösen Anxiolyse. Wir dachten auch schon daran, ABER: bisher hatten wir den Eindruck, dass keiner der besuchten Tierärzte uns diesbezüglich (oder besser gesagt: Paris) Ernst nahm und außerdem waren wir uns nie ganz sicher, wie sehr seine Schmerzen das eine oder andere bewirken …
liebe Grüße Johannes
Oh je, ich kommt mir ja fast etwas blöd vor, wegen der Nerven mit Drahtseilen. Ich weiß aber, ihr habt sie, auch wenn sie derzeit etwas blank liegen.
Kurz: ihr schafft das schon!
Erst dachte ich ja, es wären die Schmerzen, … aber irgendwas muss ja dann genau auf dem Weg nach Draußen unangenehm, wenn nicht gar schmerzhaft sein, sonst wäre das nicht so schwer für den Paris. Denn draußen scheint ja die Angst (oder was auch immer) überwunden.
Denkt weiter über Karinas Vorschlag nach. Es würde Euch sicher allen gut tun. Und es würde vor allem Paris helfen. Aktiv, weil er selbst ruhiger wird, passiv, weil ihr auch wieder etwas ruhiger werdet…
Ich fände das durchaus legitim.
Und vielleicht wartet Ihr nicht bis Montag?
Ganz liebe Grüße – vor allem ans Nervenkostüm – und gute Besserung an den Paris.
Anne
Ahhhha… da würde ich jetzt wohl auch eher an Valium IN Leberwurst denken… und Rescue – Notfallstropfen (Bachblüten)…
Der arme… so sensibel… da hatten wir mit Joy ja noch Glück!
Liebe, mitfühlende Grüße!
Hmmm, ihr wusstet ja, worauf ihr euch bei ihm einlasst, aber sicher nicht, dass es SO schlimm ist
Er hat sicherlich beim Züchter zusätzlich das ein oder andere Trauma erlitten, was jetzt in der Tierklinik erneut verstärkt wurde, aber was und wodurch und wie ist letztendlich nicht wichtig. Die Helferinnen haben ihn vielleicht zum Gassigehen oder Raumwechsel am Halsband gezerrt.
Versuch mal, ihm das Futter aus völlig anderen Materialien anzubieten und möglichst so, dass es nicht klappern oder umfallen kann. Wahrscheinlich ist ihm als Welpen mal so ein Ständer auf den Kopf oder so gefallen oder im Zwinger umgefallen. Plastikschüssel und Holzkiste oder ähnliches probieren.
Wenn er kleiner wäre, könnte man ihn z.B. einfach in andere Räume tragen und mit ihm auf dem Schoss kuscheln.
Bei Hunden, die den Clicker wirklich gut und länger kennen, kann man in psychischen Notfällen mit Clickersalven einen Angstzustand durchbrechen.
Generell kann der Clicker bei Verhaltenstörungen besser helfen als jedes Locken und jede andere Methode, man kann allerallerwinzigste Schritte in die richtige Richtung bestärken.
Viele Tierärzte sind leider keine Hundeleute, die können Hunde prima physisch therapieren, haben aber von der Hundeseele deutlich weniger Ahnung. Ist euer Job als Hundehalter, da mal Druck zu machen
Es sind ja nicht nur Ängste, sondern geht schon Richtung Panik oder frei flottierende Angst.
VG
Karina
Hallo Sigirid,
ja, das Valium in der Leberwurst würd sicher funktionieren!, Notfallstropfen bekam er schon oft und die haben leider überhaupt nicht gegriffen, nicht einmal ein bisschen, er hatte gleich viel Angst bzw. Panik wie ohne Tropfen.
Hallo Karina,
ja, wir wussten wohl, dass es ein Zwingerhund ist (allein der “Geruch” sprach Bände!) , hatten aber auch schon vorher immer wieder Problemhunde, die wir super hinkriegten. Es ist richtig, dass wir natürlich nicht damit rechneten, dass es mit dem Verhalten so schlimm wird.
Da er schon in den allerersten Tagen bei uns sehr auffällig war, vermuten wir natürlich auch, dass beim Züchter schon etwas vorgefallen ist. Möglich ist auch, dass es mit seiner sehr schwierigen Geburt (Beatmung etc.) zusammenhängt.
Davon erfuhren wir aber leider erst das erste Mal andeutungsweise, als er schon 1.5 Jahre alt war (im Juni 2008) und deutlicher knapp vor der ersten Operation jetzt im März!
Wir finden es sehr ärgerlich, dass wir davon nicht beim Kauf in Kenntnis gesetzt wurden.
Ok, in andere Räume tragen geht echt nicht und er kennt natürlich auch den Klicker noch nicht gut genug, daher können wir da schnell sicher nichts damit erreichen leider.
Ad Tierärzte: Auch das sehen wir wie du! So haben wir uns ernste Sorgen gemacht wie er die Operationen psychisch überstehen soll. Diese Sorge haben die Ärzte kaum wahrgenommen! Auch als ich beim Telefonat am Mittwoch auf seine psychische Situation hinwies, wurde das ignoriert.
Und natürlich denken wir auch, dass sie ihn nach der OP am Halsband “gezerrt” haben.
Das soll jetzt kein Vorwurf sein (was sollen sie dort auch tun, wenn er sich so verkrampft und Angst hat?), ABER: Paris lässt und ließ sich nie am Halsband auch nur 1 cm schieben oder gar zerren (sofort komplette Verkrampfung und totale Panik).
Ich hatte mit ihm – so er überhaupt rein ging – in Geschäften immer wieder dieses Problem: Er steht z.B. drinnen irgendwie ungeschickt im Weg (bei der Tür, vor einem Regal usw.). Es war immer vollkommen unmöglich, ihn ein paar cm auf die Seite zu bringen, wir mussten praktisch das Geschäft verlassen, damit er sich wieder entkrampft. Und auch zuhause oder im Büro ist er nicht schiebbar oder gar zerrbar. Wenn er z.B. im Vorraum so steht dass ich nicht vorbeigehen kann und versuche ihn etwas auf die Seite zu “schieben” verkrampft er sich sofort und flieht panisch.
Ja, bei Paris handelt es sich um frei flottierende Angst bzw. Panik.
Ich weiß, wir müssen da sehr flott etwas erreichen!
liebe Grüße Johannes
In der Ruhe liegt die Kraft…
Nichts übereilen… langsam und geduldig, Schritt für Schritt…
Joy habe ich im Alter von 19 Wochen aus dem Zwinger… sie kannte auch nichts… ging ich zu schnell auf sie zu, hat sie vor Angst uriniert, am Halsband ziehen war unmöglich, vor Fremden, Kindern, aber vor allem großen Männern hatte sie Angst. Heute knurrt sie, wenn sie jemanden tschechisch sprechen hört… ich erinnere mich… an den großen, tschechischen Pfleger bei der Züchterin, der Joy ins Auto hiefte… an die Worte der Züchterin (und später auch von einem Tierarzt) “dann haut man ihr eben eine runter – und a Ruah is”…
Damals… blind vor liebe, endlich meinen Lebenstraum vor Augen…
Doggen sind so sensibel, so inteligent… nicht einfach… aber das wisst ihr, ihr bemüht euch – ich will nur nochmal schreiben, wie sehr ich mitfühle und das ihr mein vollstes Verständnis habt!
Aus diesen und anderen Gründen habe ich Tierpsychologie studiert… vielleicht findet ihr einen GUTEN in eurer Nähe, mit dem ihr REDEN könnt?
Alles Gute!
Emil ist auch kein Fan von Metallschüsseln, die habe ich recht schnell weggepackt, als ich merkte, dass er sie zwar toleriert, aber nicht wirklich mag. Er frisst heute aus Keramik Salatschüsseln. Für rutschige Pfoten gibt es ein Haftspray, eigentlich für Ausstellungshallen gedacht, aber einen Versuch ist es eventuell wert. Manche Aussteller reiben den Hunden die Pfoten auch mit Cola ein, soll auch funktionieren.
Es gibt da auch noch dieses hier:
http://www.sabro.de/neuheiten/grippy-antirutsch-fuer-die-pfoten.html
Gruß Birgit
Hallo Birgit,
wir haben es ohnehin schon mit allen möglichen Materialien bei den Schüsseln probiert, ist offenbar nicht das Material, sondern … ja, ich weiß es eigentlich nicht.
Boden: Das vom Cola hab ich auch schon gehört, aber es ist ja so:
Paris rutscht gar nicht, sondern hat Angst, wenn er den Untergrund sieht! So kommt es in der Übergangszeit oder auch abends manchmal vor, dass eine Art großer Parkplatz, über den wir gehen, wenn wir in den Park marschieren, nach einem Regenguss etwas glänzt. Nun ist der Boden ein Asphaltboden, der noch dazu ziemlich rauh ist, also jedenfalls nicht rutschig. Und sobald er den Boden glänzen sieht, verkrampft er sich und geht geduckt und ganz vorsichtig und versucht Bögen um die glänzenden Stellen zu machen.
Anderes Beispiel: Im Büro liegt ein Kunststoffbelag, der eigentlich rutschig ist. Den kennt er natürlich von Anfang an und hat auch kein Problem drauf. Im Nebenraum, ein größerer Raum ist der selbe Belag und er betritt den Raum nicht oder nur sehr sehr zögerlich und ängstlich und vermittelt uns das Gefühl, dass er Angst hat auf dem Boden zu gehen …?
liebe Grüße Johannes
PS: Ja, und dasselbe bei den Teichen im Park: Monatelang im Winter, wenn sie zugefroren sind oder auch nur ein wenig angeforen sind, flieht er geduckt und macht riesige Bögen. Er ist dort nie ausgerutscht, weil er gar nie raufgegangen ist. Er sieht die Teiche sozusagen nur von der Entfernung (mehrere Meter).
oh je …Ihr Lieben….dass ist ja nicht so schön zu lesen was bei Euch so los ist.
Was soll man sagen……Geduld Geduld
ganz liebe Grüsse Silvie und Indi