Am Samstag fuhren wir in die Klinik, wo die Drainage entfernt wurde. Das Knie war bereits ziemlich trocken und auch der Laborbefund war mittlerweile eingetroffen.
Die bakteriologische Untersuchung ergab Bakterien der
Staphylococcus intermedius-Gruppe, also Keime, die man meist als hospitalisierte Keime bezeichnet, weil gegen Antibiotika resistente Stämme dieses
Keimes vorwiegend dort vorkommen, wo ständig Antibiotika verwendet werden (etwa in Krankenhäusern …).
Das Problem dieses Keimes ist, dass er
Methicillin-resistent und daher (meist) multiresistent ist. Das Antibiogramm bestätigte dies und wies als sensibel bloß die
Fusidinsäure aus. Es war also ab sofort ein Antibiotikum (
Fucidin, 3x 3 Tabletten, 10 Tage lang) aus der Humanmedizin notwendig (bisher bekam Paris
Ciprofloxacin, das aber wegen der darin enthaltenen Leitsubstanz
Enrofloxacin – der Leitsubstanz für alle Fluorchinolone – keine Wirkung hat, da gegenüber allen Fluochinolonen eine Kreuzresistenz besteht).
Noch am Samstag Nachmittag konnten wir dieses mit einem Rezept aus der Klinik in einer Wochenenddienst-Apotheke besorgen und die Kur beginnen. Abgesehen von den (aus medizinischer Sicht) ganz grundsätzlich rechtlichen und ethischen Bedenken sind auch die Kosten dafür natürlich enorm.
Paris wurde von uns also weiter möglichst steril verbunden, bekam die Antibiotika, die er auch bisher überraschend gut verträgt und wir hofften wieder einmal auf eine baldige Besserung.
Gestern fiel uns auf, dass die Schwellung um das Knie wieder auffällig stark war und als wir am späten Nachmittag erneut verbanden, rann aus der Öffnung, in der das Drainageschläuchchen war, wieder sehr viel Flüssigkeit. Herrchen drückte sanft möglichst viel Flüssigkeit raus. Beim Verbinden heute in der Früh zeigte sich kaum mehr eine Schwellung und es kam auch keine Flüssigkeit mehr, wohl weil die Wunde natürlich durch das Blut schon verkrustet war.
Trotzdem rief Herrchen sicherheitshalber in der Klinik an, auch weil Paris bis jetzt noch immer keinerlei Versuche macht aufzutreten und der Bewegungsablauf seit 13. Mai gleich schlecht ist (er humpelt, wenn überhaupt, auf 3 Beinen). Dazu kommt, dass er fast durchwegs eine für ihn etwas zu hohe Körpertemperatur hat. 38.7 Grad (Tendenz eher leicht steigend) wären an sich bei einer Dogge sicher noch nicht bedenklich, da Paris aber normalerweise knapp unter 38 hat, machen wir uns doch Sorgen. Auch nach der ersten Operation hatte Paris bereits am 2. Tag danach abends wieder 38 Grad oder weniger. Am Samstag, als er in der Klinik extrem aufgeregt war, wurden ebenfalls nur 39 Grad gemessen.
Außerdem können wir durch Abdrücken des Knies leider nicht sicher beurteilen, ob das Knie wirklich trocken ist und befürchten darüber hinaus natürlich, dass sich nach einigen Tagen das Knie wiederum mit Flüssigkeit füllt.
Wir sind natürlich alle schon übersensibel, sprich sehr besorgt. Es passierte doch schon einmal ein Fehler, als die Ärztin vergangene Woche alles als im grünen Bereich bezeichnete (und Entschuldigungen vom Chefarzt sind freundlich aber wenig hilfreich: Schmerzen von Paris, erneutes Aufschneiden, Verlust mehrerer Tage, die Nerven der 2-Beiner, Kosten). Daher machte sich Herrchen bei der Sprechstundenhilfe sicher nicht beliebt, als er dieser die Probleme erklären sollte und wollte nur möglichst schnell mit einem Arzt oder einer Ärztin verbunden werden.
Morgen Nachmittag gehts also wieder in die Klinik …

Ach Paris, du Ärmster!! Wir wünschen dir gute Besserung!
Wünsch Euch was… eigentlich sollte die umgestellte Antibiose ja langsam anschlagen (inkl. Temperatur).
Könnte man das eigentlich auch i.v. geben, wenn alle Stricke reißen?
Ich versteh, dass Ihr ihn bei Euch haben wollt und weiß, wie schwer das ist, aber wär es nicht doch eine Überlegung, ihn einfach mal 2 Tage in der Klinik zu lassen, wenn es nicht anschlägt – dann könnte man dort wirklich “powern” und ihr – das solltet Ihr nicht vergessen! – könnt mal etwas entspannen?
Liebe Grüße
Anne
Ohhh, also in der Klinik lassen kommt absolut gar nicht in Frage, das würden wir aus mehreren Gründen nie und nimmer tun, definitiv nicht.
Erstmal war Paris zu oft dort und hat nur “schlechte” Erfahrungen gemacht (Schmerzen …). Er hat entsetzliche Angst, wenn er die Klinik nur sieht (und ich kann ihn gut verstehen!).
Dann: Wir waren vergangene Woche beim neuerlichen Eingriff schockiert, als er nach der Beruhigungsspritze frühmorgens auf eine Station (und eben nicht in den OP-Raum) gebracht wurde, wo er offenbar mehrere Stunden ohne uns warten musste, bis er zur Operation dran kam. Wir verstehen nicht, warum man uns nicht einfach später hinbestellt hat, wir hätten auch sehr gerne einfach gewartet, bis er halt drankommt.
Na ja, und natürlich reicht mir die Infektion. Ich bin praktisch sicher, dass sie nicht bei uns zu Hause passiert ist…
Und schlussendlich: Als ich mit unserer Trainerin von der Hundeschule vor einigen Tagen telefonierte, war das erste, was sie sagte: “Lasst ihn ja nicht dort”. Und sie hatte ganz konkrete Gründe und persönliche Erfahrungen genannt, die ich hier natürlich nicht nenne, weil ich sie ja nicht verifiziert habe.
Egal, wie wir die Gründe nach ihrer Priorität reihen wollen, entspannen würden wir dabei ganz sicher nicht.
Abgesehen davon, dass wir schon jetzt nicht wissen, was uns psychisch bei Paris noch erwartet, wenn die physischen Probleme endlich einmal weniger werden … denn just in den Augeblicken, da ich das hier schreib, singt er in der Tür und traut sich nicht nach draußen …
Liebe Grüße Johannes
PS: Die Temperatur war trotz bereits entstandener Entzündung in seinem (Paris) Normalbereich, also 38 Grad, vor dem Wechsel der Antibiotika! Das beunruhigt uns ja so.
Das glaube ich allerdings auch: Keime holt man sich auch dort, wo sie offiziell nicht vorkommen
Und ich versteh Dich schon!
Aber … Vertrauen in die Klinik scheint Ihr ja nicht (mehr) zu haben. Woher kommt das und warum seid Ihr dann noch ambulant dort? Gibt es keine Alternative? Es ist ja so wichtig, dass man guten Gewissens dort hin geht, findest du nicht?
Toi,toi,toi, hoffentlich bleibt alles soweit und bessert sich schnell.
Liebe Grüße, Anne
Unser Vertrauen in die Klinik bekam, ich formuliers mal so, schon ein paar sehr deutliche Dämpfer, ich habs oben ja ausgeführt. Ganz persönlich und entscheidend für uns war natürlich zunächst das Telefonat der Vorwoche, bei dem ich die Situation mit der auffälligen Schwellung usw. exakt beschrieb, dem aber von der Ärztin keine Bedeutung beigemessen wurde. Es war auch sozusagen die Situation, über die wir schon einmal schrieben … dass Tierärzte ungern oder gar nicht zur Kenntnis nehmen, dass man seinen eigenen Hund gut kennt. Jetzt mal abgesehen davon, dass ich deutlich mitteilte, dass ich nicht das Senkungsödem meine …
Es ist unmöglich sicher zu beurteilen, ob der Eingriff nicht trotzdem notwendig gewesen wäre, sicher aber hätte sich Paris wohl mehrere Tage Schmerzen erpsart (und wir vielleicht wieder viel Geld und Nerven).
Natürlich sind wir uns der Tatsache bewusst, dass jede Operation Risken birgt, ich unterschreibe das ja auch vor der Operation. Trotzdem sind wir sehr traurig, dass Keime reinkamen … Paris muss die Infektion unmittelbar nach dem Nachhausekommen schon gespürt haben, da er ja nachweislich in den allerersten Tagen schon ein ganz anderes Verhalten zeigte und nicht aufzutreten versuchte. Wir haben ihn ja überhaupt erst 4 Tage nach der OP das erste Mal verbunden, da war aber schon klar, dass diesmal alles anders ist …
Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass sowohl Dr. Schwarz als auch Dr. Wagner ganz hervorragend operieren und höchste Kompetenz haben.
Nur, provokant formuliert, weder Paris noch wir haben etwas von gut sitzenden und gut haltenden Platten, wenn er die Infektion nicht wegkriegt oder diese chronisch wird, wenn er ein psychisches Wrack ist, wenn er trotzdem nicht gut laufen kann…
Einen Klinikwechsel halten wir grad jetzt in dieser Situation für nicht wirklich angezeigt, sie kennen dort doch jetzt den Hund, haben die ganze Krankengeschichte und natürlich auch letztlich die Verantwortung. Es ist ja leider auch ein wenig mehr als das herkömmliche “ambulant”, was wir derzeit brauchen.
liebe Grüße Johannes
Hallo Euch!
Finde ich sehr gut, dass ihr Paris nicht in der Klinik (egal welcher) lässt! Ich würde das ebenfalls nie und nimmer – wenn wirklich nötig… würde ich auch dort bleiben!!!
Es freut mich sehr, dass ihr euch so angagiert und nicht locker lässt – einfach schön, wenn Menschen ein Tier so lieben und versuchen, dass beste daraus zu machen!
Ich weiß gar nicht mehr, was ich schreiben soll… einfach nur Mitgefühl, Hoffnung, liebe Grüße, alles Gute, keinen Stress,…
P.S. Schon mal an Graipfruitkernextrakt oder ähnliche natürliche zusätzliche Unterstützung gedacht?
Hallo Sigrid,
! Und kaum zu glauben: Grapefruitkernextrakte kannte ich noch nicht, les mich aber grad ein, vielen Dank für den Tipp!
da läufst du bei uns offene Türen ein
Wenn unbedingt nötig: Ja, natürlich würden wir auch bei ihm bleiben. Allerdings habe ich das sehr bestimmte Gefühl, dass genau das in den uns bekannten beiden Kliniken nicht am Plan steht
liebe Grüße Johannes
Durchhalten, Johannes, durchhalten!!!
Wenn möglich würde ich das Knie immer wieder kühlen!
VG
Karina
Hallo Karina,
ups, DANKE! Wir haben in der Tat nicht daran gedacht, erst tagelang gekühlt und jetzt in den letzten Tagen in der Hektik vergessen. Der Arzt meinte es reicht ihn 1x/Tag zu verbinden … das reicht aber nicht, erst war alles viel früher völlig durchnässt und dann rutscht der Verband natürlich trotz aller möglichen Tricks die wir eh schon anwenden…, dann die Medikamente, Bel Ami fernzuhalten usw. Und da ging das Kühlen unter, machen wir aber sofort jetzt gleich!
Hallo Sigrid und @alle,
zum Thema “in der Klinik bleiben”, das jetzt auch hier angeschnitten wurde: Wir haben es ehrlich gesagt immer wieder gedanklich verdrängt, aber ich frag mich jetzt wie ihr das in der Praxis löst?:
Hund muss in der Klinik bleiben, Besitzer dürfen aber nicht bei ihm sein, ein worst case, der eintreten kann. Ich denke es gibt wahrscheinlich Kliniken, in denen das möglich ist, aber was machen wir? Wir können nicht irgendwo in Europa in eine Klinik fahren deshalb, oder?
Es hat mich ja schon massiv gestört und verrückt gemacht, dass Paris Stunden auf einer Station ohne uns warten musste (und wir das vorher nicht gewusst haben) und dass wir bei allen 3 Operationen nicht in den OP-Saal mitdurfen bzw. nicht warten durften bis er einschläft.
Dieselbe Praxis kennen wir auch von der Klinik in unserer Nähe…
Als wir mit Paris und dann einige Monate später auch mit Basset Chatty bei dem CT-Spezialisten (ist eine Privatpraxis, keine Klinik) waren, wurden beide vor uns in Narkose gesetzt und wir waren bei ihnen bis sie schliefen, es war optimal. Das ist in der Klinik ganz offenbar nicht vorgesehen …
liebe Grüße Johannes
Hallo nach Österreich,
mehr als Daumen halten können wir nicht und das tun wir schon gaaanz lange!
Ich bin einmal mit einer Dogge 2 x täglich in die Klinik gefahren, weil sie zur Infusion mußte. Von uns bis nach Zehlendorf muß ich auch eineinhalb h einplanen. Dort in der Klinik hätten wir nur im Warteraum bleiben können. Ich habe immer vor der OP darauf bestanden, dass ich bis zum Einschlafen bei meinem Hund bleibe. Die haben Vorräume, wo sie das machen können. Ist natürlich für DIE einfacher, den Hund in der Box warten zu lassen und nicht nervige Besitzer in der Nähe zu haben. Der Hund ist auch bei Euch eine Sache? Ihr seid Eigentümer dieser Sache und bestimmt darüber. Ich weiß, dass ich hier nicht zu schreiben brauche, dass Ihr ihn nicht dort lassen sollt.
Alles, alles Gute Heidi und Anhang
Damit auch Erfreuliches nicht unerwähnt bleibt:
Soeben rief mich der Chefarzt der Klinik, Dr. Schwarz, an und erkundigte sich nach seinem Patienten.
Ich konnte ihm nochmals den status quo beschreiben und unsere Ängste und Befürchtungen vermitteln, die er wirklich alle versteht. Auch die erhöhte Temperatur, die ich am Morgen gegenüber der Frau Doktor vergaß zu erwähnen.
Jedenfalls wird er morgen Paris nochmals genau ansehen. Denn er kann natürlich beurteilen, ob das Knie trocken ist, was wir machen können, damit Paris endlich aufzutreten beginnt (dass er es nicht tut, macht auch ihn traurig) und vor allem auch was wir tun können, falls sich wirklich nochmals Flüssigkeit bilden sollte … Obwohl er – so wie wir – sehr hofft, dass sich wahrscheinlich ein Hohlraum gebildet hat und mit meinem gestrigen “Rausdrücken” der letzte Rest der Flüssigkeit nun auch rauskonnte.
Fanden wir wirklich sehr nett und sind sehr dankbar dafür!
Liebe Grüße Johannes
Mehr als Daumen drücken kann ich von hier leider auch nicht, aber das tue ich mit ganzem Herzen.
Seit stark und für den (jetzt schon) heutigen Klinikbesuch alles Gute und ich hoffe inständig, dass es es jetzt aber mal aufwärts geht.
Ich durfte bei einigen Operationen, Narkosen, egal wo mit dabei sein, bei meinen Hunden.
Es lag aber vielleicht auch daran, dass ich etwas Berufserfahren bin und meine Neugierde, im Vergleich Hund zum Menschen, bekundet habe und dabei etwas gefachsimpelt wurde.
Als Kira vor 2 J. so krank war, konnte ich ja zum Glück die Infusionen und Spritzen selber geben.
Klar ich hätte sie auch in der Klinik abgeben können, aber das würde ich nicht über das Herz bringen.
Wird die Wunde eigentlich in der Klinik gespült?
Oder immer nur trockene Verbände.
Seid ganz lieb gegrüsst von Kiki
Guten Morgen Kiki,
die Wunde (jene vom Drainageschlauch) wurde in der Klinik noch nicht gespült, zu Hause verbinden wir nur trocken. Ich glaub aber, dass das heute Thema ist, je nachdem ob das Knie trocken ist oder nicht …
liebe Grüße Johannes
Hier schreibt Hannelore :
Ich verfolge mit Entsetzen und tiefer Anteilnahme den Verlauf der “Krankengeschichte” von Paris !!
Alle, alle guten Genesungswünche sende ich in Gedanken zu Euch !!!!
Da ich u.a. auch 2 Kreuzbandabrisse mit meinem schwarzen Rüden ” erleben durfte” ( innerhalb von 2 Jahren), bin ich diesem Thema auch sehr nahe !!
Da ich auch bei ihm bleiben wollte, bis er “schläft” , mußte ich mich wirklich sehr ” negativ dominant aufführen” ((was eigentlich nicht meine Art ist – aber die Sorge um meinen Rüden ” gab mir Flügel”)
und konnte mich dann schließlich durchsetzen !
Wenn man natürlich – so wie ihr – gar nicht ahnt, wie das Prozedere ist, hat man keine Chance !
Obwohl ich Krankenschwester bin und auch im OP gearbeitet habe, ich durfte nicht mit rein !!
Wörtlich : ” Hier kommen noch nicht mal Tierärzte rein, die ihr Tier zur OP abgeben ” !!
Ihr seht, auch in Deutschland sind die Praktiken in den Tierkliniken gleich den Euren !!
Ich verstehe Euch so sehr – für das Personal in der Tierklinik ist der Hund ein “Fall X” – für den Besitzer ist er ALLES !!!!
Noch ein wichtiger Hinweis : In der Humanmedizin ist der Verzehr von Grapefruit unter Anwendung von Antibiotika kontraindiziert !!! Die Wirkung wird dadurch stark geschwächt !
Nun kenne ich mich natürlich nicht aus mit dem Extrakt der Kerne usw…….
Deshalb dies nur als Achtungszeichen !!
Wie sehr ich dem Paris und natürlich der ganzen Familie
von Herzen alles Gute wünsche – ich denke, das wißt Ihr !
Euch weiterhin Nerven wie Drahtseile und dem Paris endlich einen guten Heilungsverlauf und danach eine glückliche Zeit !!!
Liebe Grüße
HANNELORE
Hallo Hannelore,
es beruhigt mich ja fast, was du schreibst, nämlich in dem Sinn, dass wir nicht die einzigen sind, die das Problem “Hund über Nacht in der Klinik” haben bzw. haben würden.
Es ist auch ganz genau so wie du schreibst, in beiden Kliniken die wir kennen.
Als wir 2007 mit dem kleinen Paris von unserem damaligen Tierarzt auf die Vet-Uni zum Röntgen überwiesen wurden, gab er uns den dringenden Rat, unbedingt mit unserem Hund mit rein zum Röntgen zu gehen, das habe er auch gemacht …
Das war aber dort dann völlig unmöglich und kam überhaupt nicht in Frage. Wir waren sehr verärgert, die Pfleger wirkten etwas brutal, Paris ging nachher noch schlechter, weil sie ihn offenbar überdehnt haben usw.
In diesem Punkt muss ich auch unserer Klinik die Lanze brechen, weil alle ausgesprochen nett zum Hund sind und wenn irgendwie möglich, dürfen wir natürlich dabei sein (Röntgen etwa).
Was die begleitenden, unterstützenden Maßnahmen betrifft: Im Moment machen wir ohnehin gar nichts, sicherheitshalber, vor allem, weil das Antibiotikum ein sehr heikles ist.
Liebe Grüße Johannes
Da hat man mal ein paar Wochen weniger Zeit, in allen Blog zu schnüffeln, ist zu sehr mit seinen eigenen Problemen beschäftigt und dann liest man das hier!
Wir wünschen euch auch, dass alles bald wieder gut wird und drücken euch alle Daumen und Afterkrallen.
Von und bekommt ihr auch noch ein Drahtseil als Nervenverstärkung, zumal das Drahtseil in unserer berühmten Heimatstadt erfunden wurde.
Liebe Grüße vom Wurschti und den Nacktnasen
Auf der Uniklinik durfte ich zum Röngten auch nicht mit… sehrwohl aber zur Narkose! Beim HD-Röngten wird wohl jeder Hund überdehnt
Hannelore kann ich nur bestätigen… Ja, man muss sich ein “bisschen” aufführen um nahe ran zu kommen!
Danke auch Hannelore für’s Mitdenken wegen dem Grapefruit! Gut möglich, dass sie damit richtig liegt (wir haben es bis jetzt immer nur äußerlich gebraucht)!
Ein Tipp noch zum Aufpäppeln… frische ungekochte Ziegenmilch! (Joy bekommt 1-2l/Tag… weil’s ihr halt sooo schmeckt)
Weiterhinn alles Gute!!!
HANNELORE – noch einen Nachtrag :
Auch kein Röntgen o h n e mich !!!
Bleischürze verlangen und ins Feld führen, daß ja weniger Arbeit für die Pfleger, denn mein Hund ist viel viel ruhiger, wenn ich bei ihm bin !!
Heben sollen sie ihn ruhig ( ächz ächz bei einer Dogge) – m e i n Platz ist am Kopf !!
Leider war ich auch einige Jahre “Stammkunde” in unserer Tierklinik in Berlin und hatte meinen “Ruf” weg ( ja ja – Doggenbesitzerin !! haha ) !! War mir egal !!!
Da ich immer gleich Termin beim Prof. gemacht habe, hat man doch einen klein wenig besseren Stand gegenüber dem Personal !
Ansonsten : “ich möchte den Prof. sprechen ( der ist ein ganz ganz LIEBER) und schon ging es doch” !!!
Nach beiden OP sollte mein Rüde auch 2-3 Tage in der Klinik bleiben !! Nach meinem Veto wurde ein “Spezialverbad” angelegt und ab ging es nach Hause. Fäden habe ich alleine gezogen.
3 Wochen habe ich dann “24-h-Personenschutz” zelebrieren müssen – ich weiß also, was bei Euch abgeht !!
Hatte ja zu dieser Zeit auch 2 – 3 Doggen und das streßt ungemein, denn die verstehen natürlich nicht, warum ihr Kumpel nicht zur Verfügung steht !
Bei der zweiten OP gab es dann auch keine Diskussionen mehr !!
Sarkastische Bemerkung eines Pflegers : “hach, da kommt ja wieder der ” Ausnahmehund” !! Meine Antwort : “sicher, er ist ja auch eine Ausnahme” !!
Ein Benehmen, daß ich für mich persönlich nie an den Tag legen würde aber wenn es um meinen Hund geht, gehe ich sprichwörtlich ” mit dem Kopf durch die Wand ” !
Übrigens, auch bei meinem Rüden trat nach der zweiten OP eine Wundinfektion auf und der Heilungsprozess verlief entsprechend langsamer!
Habe damal sehr viel lokal behandelt – a b e r (!!!) bitte, kein Fall ist wie der Andere !!!
Ich habe täglich eine “Wohlfühlmassage” gemacht mit dem Hintergrund – fühlt sich der Hund( Mensch) wohl, stärkt auch das sein Immunsystem !!
Eine kleine b e g l e i t e n d e Maßnahme, die umkompliziert ist und sich jederzeit durchführen läßt !!
Jo, es gibt keine Alternative, Ihr müßt eng mit der Klinik und dem Operateur zusammen arbeiten !!!
Der Tag, an dem wir die Meldung : es geht bergauf – bekommen werden, wird ein Freudentag !!!
Alle “mentale Kraft” zu Paris und Euch !
Liebe Grüße HANNELORE
@ Wurschti,
reumütig geben wir zu, dass wir euer viel zitiertes “verschlafenes Bergdorf” ziemlich unterschätzt haben, Schande. Haben uns aber nun dank eures Winks mit dem Drahtseil schlau gemacht und zeigen uns beeindruckt! Auch Robert Koch ist in eurer Stadt geboren, passt ja auch grad irgendwie …
@ Sigrid,
Paris war zweimal auf der Uniklinik röntgen, beide Male nicht HD, sondern es ging immer ums linke Knie …, die machten das auch ohne Narkose, umso weniger verstanden wir, warum wir mit dem Kleinen nicht mitdurften, das ist in Hollabrunn gar kein Problem, die Bleischürze ist mittlerweile bei mir ein häufig getragenes Kleidungsstück
@ Hannelore,
Wir heben Paris zu zweit auf den verlängerten Röntgentisch, ein sehr lieber Tierarzt und ich, Paris krampft anfangs, ist aber schnell vorbildlich brav und es geht jedesmal nicht nur das seitliche Röntgen, sondern auch die Bauchlage. Und ja, mein Platz ist auch beim Kopf!
Nochmals lieben Dank euch allen für die Wünsche und fürs Daumendrücken, wir machen uns jetzt auf den Weg …
liebe Grüße Johannes
Oh… das finde ich eine bodenlose Frechheit, ohne Narkose nicht dabeibleiben zu dürfen!!!
Nochmal alles Gute!!!
Puhh, leider seid ihr zu weit weg von unseren absoluten Topkliniken, die Emil leider schon kennenlernen musste. Sonst hätten wir euch diese wärmstens empfohlen, denn dort wird kein Hund zur OP vorab “eingelagert” oder ohne Besitzer geröntgt. Mehr als Daumen drücken können wir leider auch nicht und immer wieder auch nur die Parole “Durchhalten” weitergeben.
LG Birgit
Hallo,
wir sind schon wieder zurück von der Klinik, es ging alles kurz und schmerzlos.
Meine 2-Beiner haben mich ausgetrickst. Wir sind nämlich ein bisschen früher weggefahren und vor der Klinik nach Raschalla zur Pinkelsteinkellergasse, wo sie vergangene Woche auf mich so lange gewartet haben.
Als ich aus dem Auto raus war, wurde ich sofort lustig und war total glücklich und zwar so sehr, dass ich sogar begann ein wenig mein linkes Bein aufzustellen! Endlich wieder Ausflug! Ich hätte gern noch länger – auch 3beinig – herumhüpfen können, aber sie gönnten uns nur einige Minuten.
In der Klinik erwarteten uns sowohl Dr. Schwarz als auch Dr. Wagner und ein Tierarzt, der immer besonders lieb zu uns ist. Beide Chirurgen tasteten mein Knie genau ab und die Diagnose klang sehr optimistisch: Das Knie ist fast ganz trocken, ein kleiner Hohlraum existiert noch, der wohl etwas Flüssigkeit enthält. Wahrscheinlich wird sich diese Flüssigkeit aufsaugen oder zu einem Senkungsödem werden. Die Ärzte meinen, dass eine neuerliche Füllung zwar nicht ausgeschlossen, aber doch eher unwahrscheinlich ist!
Eine tiefer im Knie sitzende Infektion (wie am Meniskus o.Ä.) konnten sie ausschließen.
Ab sofort darf ich mit Frauchen 3x/Tag 10 Minuten fortfahren und ich lege Wert auf fortFAHREN, das bedeutet morgens auf die Felder, mittags auf die Gloriette (da ist es schattiger) und für abends muss sie sich noch was einfallen lassen. Ich freu mich wahnsinnig, weil ich doch so ein Bewegungsfreak bin! Dort gehen wir 10 Minuten spazieren, dann sitzen wir auf einem Bankerl, damit ich wieder etwas von der Welt sehen kann und nicht nur zu Hause eingekerkert bin.
Ich kann es ihm leider nicht ersparen: Obwohl der Nachmittag den Anflug eines Freudentages hatte, muss ich erzählen, dass ich mich für meinen Kumpel Bel Ami sehr geschämt habe.
WIr warteten gegenüber des Eingangs der Klinik im Gras, als der Doktor rauskam und mich “gehen” sehen wollte. Bel Ami setzte sich sofort dampfwalzenartig in Bewegung, wollte in den Warteraum zum Jagdhund und scherte sich wenig, dass Frauchen an der Leine hing. Und schoss mit ihr, vorbei an der zur Begrüßung ausgestreckten Hand des Doktors in den Warteraum.
An sich ist Frauchen ja nicht schwach, aber die Probleme mit ihrem Rücken und den eingeklemmten Nerven machten es ihr unmöglich Bel Ami zurückzuhalten. Sie zogen wie ein Düsenjet dahin. Einfach nur peinlich
Am Montag sollen abends die Nähte gezogen und das Kontrollröntgen gemacht werden.
Liebe Grüße Paris
Na endlich wieder eine etwas positivere Meldung, Ihr glaubt nicht wie oft wir von Euch sprechen. Wir sind seit gestern wieder daheim, heute waren wir im Revier und haben alles kontrolliert (ob nicht etwa fremde Hunde unterwegs waren!!). Auch wir haben positives zu berichten – Eva fuhr mit uns alleine vom Wald heim, ließ uns vom Auto aussteigen und ging mit uns an der Leine nach Hause! Das ist schon ganz toll für sie nach ihren Operationen. Also Ihr seht es wird alles wieder gut- auch Paris wird bald wieder richtig laufen können. Das mit Spitalskeimen kennt Eva ja aus eigener Erfahrung!
Wir schicken Euch ganz viel positive Gedanken und halten die Pfoten
mit lieben Grüßen
Svati und Leo
Eine gute Nachricht, endlich.
Weiter die Pfoten und Daumen drück.
Bela Ami, Bel Ami so ein Schlawiner, nee.
Soll mal ein bisschen mehr Rücksicht nehmen auf seine Lieben.
Aber der jugendliche Übermut,jaja kennen wir.
LG Kiki
Erleichterung!

Alles Liebe!
Was soll ich jetzt noch schreiben, außer ich halte auch weiterhin meine Pfoten gedrückt und wünsche alles gute. Es wird schon werden.
Meine Mami würde mich auch niemals in einer Klinik lassen, dass wäre für sie schlimmer als jeden Tag kilometerweit zu fahren. Denn eine Entspannung, wenn ich nicht da wäre, würde es nicht geben. Es würde nur das Gegenteil bewirken. Und außerdem geht es ja schrittchenweise Bergauf und kleine Fortschritte sind besser als keine. Also immer positiv denken, wenn es auch schwer ist aber es hilft.
Liebes WUUUH
Sally
denken ganz fest an euch lieben !!!!!!
Indi und sippe
Schlimm genug das ich das mit dem Geburtstag überlesen hatte…
Aber schlimmer ist es, hier täglich rein zu schauen und nichts neues zu erfahren! Ihr HABT garantiert ANDERE Probleme, Sorry, so sollte es natürlich überhaupt nicht klingen… Aber ich warte trotzdem auf das nach “morgen Nachmittag geht`s also wieder in die Klinik…”
Von Herzen
liebe Grüße
und alles erdenklich Gute!!!
Wie geht es Paris? Wir machen uns Sorgen weil es bei euch so still ist
Dixie & Co