Da sehr langsam wieder Normalität einkehrt und Paris offensichtlich beständig genest, ist es Zeit für eine Bilanz über die Krankengeschichte und auch über leider viele Nebengeräusche.
Die Krankheit und 2.5 Jahre Arztbesuche
Die komplette Krankengeschichte (mit einigen Rückblicken) seit Mitte Februar 2009 findet sich unter dem Schlagwort tplo. Das sind insgesamt 23 Beiträge, chronologisch geordnet.
Paris ist jetzt 2 Jahre und 7 Monate alt. Er kam im Alter von 12 Wochen zu uns, im Alter von 14 Wochen waren wir das erste Mal in der Klinik, weil er links hinten lahmte. Er hatte bis zu diesem Zeitpunkt das Haus nicht verlassen, sondern saß praktisch permanent bei seiner Basset-Ersatzmama Chatty.
Mit heutigem Tag liegen die finanziellen Kosten (für Paris) für Arztbesuche, Medikamente, Therapien etc. bei ziemlich genau 17.000 Euro. Ca. 9.000 Fahrkilometer, der Zeitaufwand sowie die seelischen und nervlichen Belastungen bleiben dabei unberücksichtigt.
Wir möchten dezidiert festhalten, dass wir uns bereits im Herbst 2007, als Paris etwa 8 bzw. 9 Monate alt war, immer wieder und ab Februar 2009 nahezu täglich gefragt haben, ob es überhaupt richtig ist, was wir machen, ob wir unseren Hund nicht mehr quälen als ihm Gutes tun, aber selbstverständlich auch, ob es für uns überhaupt zu schaffen ist, noch zumal der Ausgang unsicher war.
Wir halten aber ebenso fest, dass es in den knapp 2.5 Jahren auch schöne und optimistische Monate gegeben hat, was den Gesundheitszustand von Paris betrifft. Gemeint ist das Jahr 2008, in dem er – was die Gelenke betrifft – stabil wirkte, zwar nie sauber lief, aber schmerzfrei schien. In dieser Zeit, im August 2008, kam Bel Ami und dieses Blog ging online.
Paris war von seiner 14. Lebenswoche an permanent unter ärztlicher Beobachtung und in ärztlicher Betreuung, auch im Jahr 2008 (Therapien, Akupunktur etc. weil er immer viel zu dünn war, weil er unrund lief, im Mai links hinten einen Rückfall hatte, und auch, weil er immer wieder extreme Angst- und Panikzustände hatte und Verhaltensauffälligkeiten zeigte).
Paris wurde in seinem 1. Lebensjahr mehrmals geröntgt und fast wöchentliche Arztbesuche brachten keine wirkliche Besserung. Sogar Goldimplantate wurden gesetzt, Resultat gleich Null. Der Arzt war bewusst gewählt worden, weil selbst Doggenbesitzer und Züchter. Nach einer Punktation der Knieflüssigkeit (links) Ende November 2007 (bei einem Spezialisten) besserte sich sein Zustand – wie wir jetzt aber wissen, nur oberflächlich und vor allem ohne dass die Ursache behoben war. Erst als Paris im Februar 2009 plötzlich rechts nicht mehr gehen konnte, wurden wir von unserer damaligen Ärztin (wir haben Anfang 2008 gewechselt) nach Hollabrunn überwiesen, der Rest der – zumindest was die korrekte Diagnose und die Operationserfolge betrifft – doch erfreulichen Geschichte ist ja bekannt. Warum wir nicht früher, vor allem im ersten Jahr, schon nach Hollabrunn geschickt wurden, wissen wir nicht. Wir meinten das Beste getan zu haben.
Die Züchterin
Wir hatten bis Februar 2009 ein gutes und freundschaftliches Verhältnis zur Züchterin von Paris. Sie hat Paris auch mehrere Male gesehen. Sie betonte immer wieder, dass kein Geschwister von Paris ähnliche Probleme und sie auch keine Erklärung dafür hätte. Anfang März informierte ich sie über die in Hollabrunn gestellte Diagnose telefonisch. Eine Bemerkung am Telefon (die ich nicht beweisen kann und daher auch hier nicht schreibe), ließ mich den Kontakt zu ihr sofort abbrechen. Die Nerven, irgendetwas zu erklären, hatte ich damals nicht.
Zu allem Überfluss bekamen wir Ende März, also 3 Wochen nach der 1. Operation am linken Knie, eine E-Mail von der Züchterin, das ich erst jetzt hier, und selbst da nur das Allernötigste, beantworte:
Sie schreibt (wort- und buchstabengerecht übernommen):
… Habe auf der Homepage gesehen was so zur Disskussion steht von Woppler über usw. …
Die korrekten Diagnosen der Ärzte wurden von uns genauso korrekt publiziert. Dass aufgrund des Zustands von Paris von den Ärzten in Hollabrunn auch andere mögliche Krankheitsbilder in Erwägung gezogen wurden, ist Tatsache. Und es war der Klinikchef Dr. Schwarz, der Paris gleich bei seiner ersten Untersuchung die Halswirbelsäule geröntgt hat, weil er ein Wobblersyndrom nicht ausschließen konnte. Dass sich dieser Verdacht nicht bestätigt hat, haben wir auch entsprechend zeitnah publiziert!
… Ich habe mit Dr. Schwarz Kontakt aufgenommen der mir bestätigt hat das es ein ganz klarer verschleppter Kreuzbandriss war und nichts genetisches. …
Herr Dr. Schwarz hat uns – auf meinen Anruf hin – versichert, nicht mit ihr gesprochen zu haben, mit wem in der Klinik sie auch immer gesprochen haben mag, es war nicht Dr. Schwarz, der Paris operiert hat.
Über den “verschleppten Kreuzbandriss” siehe weiter unten.
… und ich über Foren in Deutschland erfahren muß das ich an allemSchuld bin. …
Wir haben außerhalb dieser unserer Website (paris-und-belami.at) kein einziges Wort über die Causa Paris geschrieben! Wir haben auch keinerlei Unterstellungen formuliert oder unsere Züchterin auf irgendeine Weise beschuldigt! Im Gegenteil, schon bei einem unserer ersten Beiträge der Krankengeschichte schrieben wir (im Februar 2009!): “So bin ich sicher, dass meine Züchterin nur das Beste mit der Verpaarung meiner Eltern wollte!”
… Ich denke auch das natürlich mit dem ohnehin schon verletzten Fuß der Junge Rüde für Paris eine zusätzliche Belastung war. … Es ist auch nicht so einfach 2 junge Doggen zu halten da die Verletzungsgefahr umso größer wird. …
Unter anderen Umständen würden wir diese Sätze für einen ziemlich schlechten Scherz halten. Erstmals schien das Knie von Paris in Ordnung als Bel Ami kam, was auch von der damals behandelnden Ärztin bestätigt wurde. Und auch unsere Züchterin wusste, dass wir eine zweite Dogge suchen und war uns bei der Suche nicht nur behilflich, sondern es war ein konkreter Welpe ins Auge gefasst, dessen Vater in ihrem Zwinger steht. Wir haben uns aber dann doch für Bel Ami entschieden
.
Der Rest der E-Mail geht in derselben Tonart weiter, das ersparen wir euch und uns hier.
Auffällig ist für uns allerdings der Grundtenor der E-Mail, dass wir eigentlich Schuld hätten, weil wir Paris ständig überlasteten, die Kreuzbänder nicht entsprechend untersuchen ließen, einen zweiten Rüden anschafften etc. Da keimt in uns schon der Verdacht auf, dass mit allen Mitteln versucht wird, etwaige Regressansprüche unsererseits schon im Vorfeld zu ersticken und dabei sehr unfaire und vor allem unrichtige Anschuldigungen in den Raum gestellt werden.
Zumal wir a) nie an Regressansprüche gedacht haben oder gar solche formuliert haben und b) sowohl Dr. Wagner als auch Dr. Schwarz uns gegenüber klar festhielten, dass die Kreuzbandeinrisse ganz sicher nicht durch Überlastung entstanden sind, worüber sich die Wissenschaft auch einig ist (siehe unten).
Wir stellen das alles online, weil andere DoggenbesitzerInnen/-züchterinnen, die in einem Nahverhältnis zur Züchterin von Paris stehen, den Kontakt zu uns unerklärlicher Weise abgebrochen haben und wir möchten, dass auch hier gilt: audiatur et altera pars. Dabei hätte es ja gereicht, unsere Beiträge genau zu lesen …
Wir stellen es aber auch online, weil es zum Wesen der Blogkultur gehört, Meinungen, selbstverständlich auch Kritik, in Kommentaren zu äußern. Wir haben es in anderem Zusammenhang geschrieben, dass wir die öffentliche Diskussion und den befruchtenden Diskurs wollen und fordern, und wir uns diesem auch gerne und leidenschaftlich stellen.
Genetik
Nun zur entscheidenden Frage des “verschleppten Kreuzbandrisses” und zur möglichen genetischen Prädisposition.
Der Knackpunkt ist nämlich nicht der Kreuzbandriss an sich, sondern die Entstehung dieses! Und sowohl Dr. Wagner als auch Dr. Schwarz haben uns sehr ausführlich erklärt, dass es kein Unfall (oder Überlastung) war, sondern der Kreuzbandriss forciert wurde aufgrund der steil stehenden Gelenkfläche des Unterschenkels. Es ist schon so, dass auch die Steilstellung der Gelenkfläche den Kreuzbandriss nicht unbedingt auslöst, aber ihn zumindest forciert! Nur in diesem (!) Zusammenhang wird auch von Überlastung gesprochen, weil jede (!) Bewegung für den Hund eine Überlastung darstellt (siehe das Beispiel vom Bergbauern, das uns Dr. Schwarz selbst sehr gut erklärte!).
Dr. Schwarz’ Diagnose und Erklärung werden zudem von anderen Fachärzten bestätigt, dass nämlich beim Hund in über 80% der Fälle degenerative Kreuzband(an)risse vorliegen, die meist während der normalen (!) Aktivität auftreten! Und um einen solchen degenerativen Kreuzbandriss handelt sich bei Paris!
Siehe etwa:
Tierklinik Kasa
oder
Kleintierklinik Ettlingen.
Wir bleiben bei unserer Hypothese: Mag schon sein, dass eine Bänder- und Sehnenschwäche bei Hunden, die im Zwinger stehen und ihren Bewegungsdrang nicht in derselben Weise ausleben können wie Paris (oder wie sie wollen und sollten!), nicht zum Ausbruch kommt oder vielleicht später?
Interessant jedenfalls in diesem Zusammenhang, dass Kliniken, die auf derlei Verletzungen und ihre Operationen spezialisiert sind, die Erfahrung machen, dass der Altersdurchschnitt der betroffenen Hunde in den letzten Jahren massiv gesunken ist. Während vor 10 Jahren etwa die meisten Patienten 5 Jahre und älter waren, sind die Betroffenen heute meist 1 oder 2 Jahre alt.
Wir haben lange darüber geschrieben, ob nun diese Gliedmaßenfehlstellung, die Paris hat, genetisch bedingt ist oder nicht. Und wir haben auch das geschrieben, was uns beide genannten Ärzte bestätigt haben, dass nämlich die Wissenschaft derzeit keine gültigen Beweise dafür hat, dass aber die Wahrscheinlichkeit für eine genetische Übertragung zumindest gegeben, wenn nicht sogar sehr hoch ist!
Bereits 2001 (!) wies die
American Veterinary Medical Association nach, dass Hunde mit einer steil stehenden Gelenksfläche signifikant öfter vordere Kreuzbandverletzungen aufwiesen als Hunde ohne Steilstellung!
2006, beim
31. Weltkongress für Kleintierveterinärmedizin im Oktober in Prag wurde die Ruptur des vorderen Kreuzbandes beim Hund mit anderen degenerativen Veränderungen wie Autoimmunkrankheiten etc. assoziiert. Besonderes Interesse galt bei diesem Kongress dem Vorwärtsschub des Unterschenkels (cranial tibial thrust) als ein grundlegender Auslöser für wiederholte Mikrotraumata auf das vordere Kreuzband. Im Gegensatz zu Hunden mit einem stabilen Kniegelenk können bei Hunden die Kräfte zwischen Schienbein und Oberschenkel nicht durch Muskelkraft ausgeglichen werden.
Aber über die Genetik schweigen alle (uns bekannten)
Studien.
Nun, es bedarf keiner naturwissenschaftlichen oder gar medizinischen Fachausbildung um feststellen zu können:
Der Satz “Diese degenerative Kreuzbandschädigung hat keine genetischen Ursachen” kann schon alleine deshalb nicht endgültig stimmen (obwohl selbstverständlich Ärzte es so formulieren müssen), weil
a) genetische Ursachen nur bis jetzt (!) nicht wissenschaftlich sicher nachgewiesen werden konnten, ein Nachweis für genetische Bedingtheit aber jederzeit nachgewiesen werden könnte (so die Grundmenge repräsentativ wäre, was in der Praxis natürlich nur sehr schwer erreicht werden kann).
b) es bis heute keine einzige Untersuchung (unseres Wissens) gibt mit Hunden in der Größe und der Gewichtsklasse von Doggen. Wir lesen es auch in den zitierten Studien: “large breeds” sind etwa Labradors, von Doggen keine Rede.
Abschließend noch eine redaktionelle Anmerkung: Wir behalten uns vor, etwaige E-Mailantworten hier online zu stellen.
Der Schlussstrich unter die Krankengeschichte, den wir mit diesem Beitrag ziehen wollen, ist für uns nur ein formeller, zu einschneidend und zu turbulent waren die vergangenen Monate, wenn nicht Jahre. Aber es ist ein Schlussstrich unter eine streckenweise schier unendlich scheinende Geschichte und wir möchten endlich fröhlichen Zeiten – natürlich auch hier im Blog – entgegenblicken
Update 24. September 2009:
Damit unser Beitrag nicht missverstanden wird, es geht uns im Wesentlichen um 3 Botschaften:
- Wir wollen Hundebesitzern/-besitzerinnen, deren Hunde ähnliche gesundheitliche Probleme haben oder im Verdacht stehen sie zu haben, vermitteln, dass sie sich viel Zeit und Geld ersparen können, wenn möglichst früh verschiedene Spezialisten aufgesucht und verschiedene Arztmeinungen eingeholt werden. Sobald die Ärzte unsicher und ratlos den Kopf wiegen (wie oft haben wir das gesehen …) und sich nicht wirklich sicher in der Diagnose sind, sollte der nächste aufgesucht werden.
- Es ist naheliegend, dass es im Fall des Falles zu Problemen mit den Züchtern kommen kann (nicht muss!). Züchter haben naturgemäß das Interesse, ihre Zuchtlinien als gesund und fit zu präsentieren, klar, dass etwa genetische Krankheiten, die nicht einmal als solche einwandfrei nachgewiesen sind, zu Differenzen führen können.
- Bei uns hatten offenbar die Ärzte 2 Jahre nicht an alle Möglichkeiten gedacht, geschweige denn eine richtige Diagnose gestellt. Liest man sich – soweit als Laie möglich – in die wissenschaftlichen Forschungsergebnisse ein, ist man den Ärzten (vielleicht) auch nicht so hilflos ausgeliefert.
Hi, es war meinem Frauchen irgendwie ein Bedürfnis die URL über die “Bilanz” an Paris’ Züchterin zu schicken, da sie ja sonst offensichtlich nicht hier schaut?!
Ihr Lieben,
das ist wirklich sehr traurig, wie auch in der “Hundewelt”, in der uns alle doch das Interesse an gesunden Hunden und glücklichen einzelnen Hundeleben einen sollte, miteinander umgegangen wird. Paris hat Glück, auf solch engagierte und leidensfähige Menschen gestoßen zu sein.
Beste Grüße,
Miriam
Ich habe aufmerksam gelesen und muss erst einmal verdauen.
Toll, dass ihr darüber so offen schreibt und Paris nie aufgegeben habt.
LG Kiki
I really respect your honesty and generosity in sharing your experiences. What a terrible time it must have been for you – I never realised this because I could never read this blog properly before (to be honest, even now – the Google Translator doesn’t translate very well so I am not sure I understand everything correctly but I can get the general gist of your posts) – I think Paris is truly blessed and lucky to have found you to be his family. It is amazing what you have done for him (and continue doing) not just in terms of money but also time, effort, emotional stress, etc.
I know I don’t know the details but I do feel that there is definitely SOME genetic component (he was so young! It is surely not normal to suffer this type of injury/condition in such a young dog when there has been no wear & tear/athritis/injury – it suggests a predisposition to this problem) – and I think his breeders sound a bit irresponsible and defensive. I know all breeders care about their reputation a lot but a really good, responsible and ethical breeder would be honestt and fair and consider all possibilities, because their real concern would be to improve their lines and the health/happiness of their dogs – if they really love their dogs. Denial does not help anyone.
Anyway, just wanted to add my support and say that I think you have conducted yourself very well in this whole affair and I am sorry that people have not appreciated this. If I was in your place, I would also want to inform & educate other dog owners.
best wishes,
Hsin-Yi
Halli, Hallo wir sind wieder do!!!
Ganz begeistert haben wir das Video von den beiden Prinzen gesehen, super, super, wir habe es ja immer gewusst dass alles wieder gut wird, HURRA!! Zu der Meldung der Züchterin von wegen 2. Hund – die Meinung unserer Eva (Formwertrichterin): Hunde sind Rudeltiere und jeder Hund der alleine ohne Gefährten lebt ist arm!! Wir hatten vor 42 Jahren eine Hündin alleine und seither nur mehr im Doppelpack oder zu Dritt (Opa Otto, Sohn Egon und Enkel Svati), das ist kein Vergleich wie glücklich und ausgeglichen die Buben sind. Auch jetzt sind Onkel Svati und Neffe Leo ein SUPER Gespann.
Übrigens in der Toskana war es wie jedes Jahr ganz, ganz toll – wir haben schon wieder für 2010 bestellt!.
Viele, viele Bassetpfotengrüße
Leo und Svati
Dass bei manchen, v.a. molossoiden Rassen wie Boxern, Doggen etc. die Kreuzbänder erheblich häufiger reissen ist ein uralter Hut!
Und für diese Tierquäler, die Hunde nahezu ausschliesslich in Folterkammern, genannt Zwinger halten, sollte es Knast in gleicher Zeitdauer geben, damit sie merken, was sie da ihren Hunden antun!
Wie krank muss ein menschliches Gehirn sein, hochsoziale Hunde lebenslang in Zwinger einzusperren??? Warum halten diese besch…… Tierquäler überhaupt Hunde?
Karina
Die Art und Weise wie Züchter mit in ihrer Linie auftretenden Krankheiten umgehen, ist leider in vielen Fällen unter aller Kritik. Statt über jeden Welpenkäufer froh zu sein, der über seinen Hund berichtet, positiv wie negativ, und diese Informationen für eine gesündere Doggenzucht der Zukunft zu nutzen, steht die Angst vor Schadensersatzansprüchen im Vordergrund.
Paris hätte bei den meisten Leuten das erste Jahr nicht überlebt – meine Überzeugung! Das er heute ein unbeschwertes Leben führen kann, grenzt an ein Wunder.
Für die beiden Burschen ein langes, glückliches, gemeinsames Doggenleben….
LG, Pia mit Rüdiger von der Schlehhecke
Die Zucht…
Heute wäre es Möglich, gesunde Hunde zu züchten.
Ist es nicht das, was wir uns wünschen?
Es wäre für jeden (Hund, Züchter und Halter!) nur von Vorteil!
Warum nicht…
Es gibt Züchter, die handeln nach Gefühl oder Lust & Laune.
Zur eigenen Freude oder Prestige?
Züchter, die es sich einfach machen.
Unwissenheit, Profit?
Züchten aus beruflichen Gründen.
Werbung?
Viele Züchter, viele Gründe.
Die Angst steht wohl bei jedem Züchter im Vordergrund, welche es bis jetzt verhindert hat, dass unsere Rassehunde zunehmend gesünder werden könnten.
Die Angst verhindert das Sammeln von Daten, die für die gesunde Zucht notwendig wäre – das Wissen, die Mittel und Methoden zur Auswertung dieser Daten sind vorhanden (bei Nutztieren erfolgreich angewendet z.B. die Strategie der “Indexselektion” – nachzulesen auf: http://www.sommerfeld-stur.at/hundezucht/das-beste )!
Es gibt viele Datensammlungen – die wenigsten werden der Öffentlichkeit weitergeleitet… Angst und/oder „Freunderlwirtschaft“?
Traurig, für Hunde, deren Besitzer UND Züchter!
Obwohl ich der Meinung bin, dass Züchter und Zuchtverbände die hauptverantwortlichen für diese Zuchtprobleme sind, liegt es doch auch bei jedem einzelnen Welpenkäufer, hier etwas zu verändern. Die Nachfrage bestimmt das Handeln in der Zukunft.
Mit diesem Blog und dem Bericht über Paris und Bel Ami habt ihr genau das Richtige gemacht: objektive Öffentlichkeitsarbeit mit hohem spezifischen Informationsgewinn!
Ein ganz wesentlicher Punkt wurde ebenfalls angesprochen: Sich selbst zu informieren und sich bei Unsicherheit immer eine zweite, dritte oder gar eine vierte Meinung zu holen!
Gegensätzliches „Anprangern“ erzeugt Hass und Angst – es ist Unsinn.
Trotz Bemühens, nach bestem Wissen und Gewissen, kann leider nie eine Garantie für das „Nichtauftreten von Krankheiten“ gegeben werden, denn für das Leben gibt es keine und es ist auch nicht unfehlbar – aber (wir) Züchter und Besitzer können und müssen zusammen arbeiten, wenn wir in Zukunft gesunde Hunde haben möchten!
Freundliche Grüße!
Hallo zusammen
Wir haben das nun alles gelesen und können dazu sicherlich keinen fundierten Beitrag schreiben.
Was uns aber sehr am Herzen liegt ist euch zu sagen, dass wir allergrössten Respekt haben und es uns immer wieder zu tief rührt wie sehr ihr für Paris kämpft. Zum Glück könnt ihr damit so offen umgehen, denn so sind diese Informationen zugänglich und man kann daraus – als denkender Mensch – seine Lehren ziehen…
Hoffentlich gehts mir Paris von nun an nur noch bergauf, dass wünschen wir euch echt von Herzen!
Lasst euch drücken!!!
Alles liebe Finn mit Isabelle (die Tippse)
Laesst ihr Paris und Bel Ami mit dem ueblichen gentechnisch hergestellten Impfstoffen… “schuetzen”?
Die Kurzantwort: Ja, derzeit.
Ich muss aber ein wenig ausholen:
Wir sind extrem skeptisch gegenüber allen Impfungen. Der Grund für diese Skepsis ist, dass unsere Bassetdame mit 7 Jahren trotz einer leichten Verkühlung geimpft wurde und in der Nacht nach der Impfung ganz schlimme Folgeerscheinungen hatte: blutrote Augen, Röcheln … Sie bekam in den folgenden Monaten mehrmals eine Antibiotikakur, Abstriche wurden gemacht, sie wurde auch alternativ behandelt, ihr blieb trotzdem ein zwar nicht mehr ständiges, aber doch immer wieder auftretendes Röcheln.
Wir hörten von Tierärzten (!) Aussagen wie “Keine Ahnung” bis hin zu “Bassets röcheln halt, oder?” Einer der zahllosen Ärzte die wir aufsuchten (er arbeitet sehr viel mit Homöopathie), vertraute uns unter vier Augen an, dass er seinen Hund nicht mehr impft! Unsere Chatty starb ein Jahr später und hatte in den Wochen vor ihrem Tod viel Wasser in der Lunge und ähnliche Zustände wie damals nach der Impfung. Wir (!) glauben daher oder können es zumindest nicht ausschließen, dass ihr früher Tod (sie war sonst absolut fit) mit der Impfung zusammenhängt.
Auch deshalb haben wir bei jeder Impfung unserer Doggen Angst und Vorbehalte. Wir lassen sie auch nicht ganz so regelmäßig impfen wie es vorgeschrieben wäre, was bedeutet, dass wir etwa eine Impfung, die laut Hersteller definitiv 2 Jahre Impfschutz bietet (!) auch nicht nach 1 Jahr auffrischen lassen, so wir das nicht müssen (also etwa Auslandsaufenthalt).
Aber wir sind keine Fachleute, wir haben Angst vor den Impfungen, wir wissen auch, dass Krankheiten, die auftreten können, wenn die Hunde nicht geimpft sind, katastrophale Folgen bis hin zum Tod haben können … und die Ärzte empfehlen aufgrund des jugendlichen Alters unserer beiden Doggen derzeit auf jeden Fall die Routineimpfungen. Dazu kommen Situationen wie der besagte Auslandsaufenthalt oder simpel eine Prüfung oder eine Ausstellung und vieles mehr, die eine Impfung unumgänglich machen.
Die Impfungen – sei angemerkt – stehen übrigens nächste Woche leider wieder an …
Mit besten Grüßen Johannes, der aber den Zusammenhang der Frage mit dem Beitrag nicht versteht und vorerst einmal die URL aus dem Kommentar gelöscht hat …
hab mich jetzt durch das blog gewühlt, vieles quer gelesen. danke für die offene darstellung. dass ihr euch damit nicht nur freundInnen macht, ist klar …
auf litozin schwöre ich in zusammenhang mit arthritis/arthrose auch.
für bänder/sehnen fällt mir noch zeel ein. kommt jetzt aber reichlich spät …
wir haben ein – wohl ausgesuchtes – tiermedizinisches team, zwei ärztinnnen (eine davon reha-/bewegungsspezialistin), die beide mit dr. schwarz zusammenarbeiten und alle zueinander weiter weisen/überweisen, wenn es notwendig ist. aber auch wir hatten unsere hoppalas mit TA …
wenn noch nicht bekannt, verweise ich auf den dortmunder appell – hunde müssen atmen/sehen/laufen können. wenn sie das nicht können, sind nicht die hunde schuld. leider gibt es auch bei den irish wolfhounds die verfechterInnen der theorie, dass “zu viel bewegung schadet”. und damit ist mehr als 10min am tag in den ersten monaten gemeint …
als züchterIn kann man nie alles wissen, immer nur nach bestem wissen und gewissen handeln. aber man darf krankengeschichten nicht ignorieren. meine meinung.
[...] sehr netter und sehr informativer Kommentar heute Morgen hat uns angeregt, diesen kurzen Beitrag zu [...]