Heute Abend planten wir einen gemütlichen Spaziergang durch den Park und anschließend durch die FUZO und den dort befindlichen Adventmarkt zurück.
Doch es sollte anders kommen …
Knapp vor dem Parkausgang – wir beide brav und unaufgeregt an der Leine – schoss ein kleiner, nicht ganz kleiner, Hund, ohne (!) Halsband und ohne Leine direkt auf Bel Ami zu. Möglicherweise in friedlicher Spielabsicht, trotzdem aber überraschend und heftig. Und wir beide an der Leine!
Vorweg: Es ist nichts passiert, aber: Bel Ami in seiner ungestümen, sicher auch etwas dominanten Art und mit der Erfahrung der vier Bisse des letzten Jahres, schätzt solches Zustürmen nicht besonders. Herrchen schrie hysterisch, um den Hund zu vertreiben. Dieser ließ sich aber so gut wie nicht beeindrucken und begann an Bel Ami weiter hochzuspringen. Die Besitzer fanden zunächst weder Halsband noch Leine und so versuchte das Herrchen des Hundes diesen mit der Hand am Genick von Bel Ami runterzuzerren.
Was im Prinzip auch gelang. “Im Prinzip” deshalb, weil irgendwelche Hundezähne leichte Schrammen verursachten, die man zwar nicht sah, aber das andere Herrchen spürte. Die Stimmung verschlechterte sich schlagartig weiter. Denn natürlich waren es Bel Amis Zähne, laut dem anderen Herrchen.
Die Pointe kommt aber erst: Das andere Frauchen meinte nämlich nun bedauernd, dass es halt schwer sei, einen so großen Hund zu halten (!), worauf unser Herrchen auszuckte, obwohl unser Frauchen Bel Ami an der Leine hatte und die grundsätzlich kontrollierter ist UND, die Bel Ami sehr wohl halten konnte. Denn hätte sie es nicht können … keine Ahnung …
Es ist aber schon schwer, wenn ein fremder Hund an der angeleinten Dogge in Halshöhe hochspringt und sich dort quasi festzurrt, was soll Dogge tun?
Nochmals festhalten möchten wir, dass Bel Ami nichts tat, aber doch hoffentlich nachvollziehbar nicht stand wie eine Statue und sich “abspringen” ließ. Was sich aber offenbar große Hunde ohne Widerspruch gefallen lassen müssen
Und die Lehr aus der Geschicht: Der schwarze Peter bleibt im doppelten Wortsinn beim großen schwarzen Hund …
PS: Da in unmittelbarer Umgebung viele Menschen und Kinder standen und gingen, außerdem noch ein wadenhoch mit Draht eingezäuntes Areal nur wenige Meter daneben ist, kam ein von der Leine lassen von Bel Ami nicht in Frage.
PPS: Paris – bei Herrchen an der Leine sitzend – war ein braver schwarzer Peter und rührte sich so gut wie nicht.