So lange schon sind wir unserem Freund Hoshi die Antwort auf seine Frage nach den Ruheerziehungstipps des Herrn Fichtlmeier schuldig.
Während ich Fichtlmeiers Methoden gar nicht brauch(t)e, weil ich immer leicht und schnell zur Ruhe komme, wird das Programm bei Bel Ami, unserem Unruhegeist, doch immer wieder abgespult.
Die Methode ist schnell erklärt, eigentlich ganz einfach und sicher nicht bahnbrechend neu:
Wenn die 2-Beiner wollen, dass auch Bel Ami ruhig wird, nehmen sie die 2 bis 3 Meter lange Leine, halten die Handschlaufe in der Hand und stellen sich nun mit einem Fuß auf die bis zum Boden durchhängende Leine. Damit wird der Freiraum von Bel Ami auf etwa einen halben Meter begrenzt und ihm signalisiert “keinen Schritt weiter”.
Bel Ami passt das ganze natürlich gar nicht und er versucht gleich einmal “auszubrechen”. Dabei ignorieren ihn aber die 2-Beiner komplett, so als wäre er gar nicht da (kein Laut, kein Blick, keine Bewegung). Sobald er merkt, dass er mit seinem Widerstand keinen Erfolg hat (wirklich gar keinen!), setzt oder legt er sich nieder.
Wenn das erreicht ist und ein wenig anhält (die Zeiträume werden immer mehr ausgedehnt), gehen sie mit ihm an lockerer Leine weiter, ohne ihn zu beachten …
Sie hoffen, dass sie damit erreichen, dasss sich Bel Ami mit der Zeit daran gewöhnt und an ihre Ruhe koppelt, dass er sich also an ihrem Verhalten orientiert.
Und das ganze machen sie auch im Lokal: Fuß auf die Leine und Bel Ami ignorieren.
Noch funktionierts bei ihm nicht so gut, aber mühsam ernährt sich das Eichhörnchen …
Lieber Hoshi, du erwähnst die eklatanten Denkfehler Fichtlmeiers in seiner Dominanztheorie. Meinst du damit, dass er glaubt, dass Dominanz nicht genetisch bedingt ist oder was anders? Würde uns sehr interessieren.