Heute haben wir nach langem wieder einmal unseren kleinen Freund Pointer Antaris getroffen, der mittlerweile auch schon 25 Wochen alt ist.
Paris und Antaris haben nämlich eine Gemeinsamkeit: beide sind ziemlich schlechte Fresser. Wenn die 2-Beiner ein Futter hinstellen, tun sie oft so, als würde man sie vergiften wollen. Das kennen wir übrigens auch von unserem deutschen Freund Bloodhound Hero.
Bel Ami ist übrigens das glatte Gegenteil dieser 3 Hungerhaken, er frisst gerne und viel, wenngleich auch er oft auf Besseres wartet und sehr wählerisch ist. Aber sogar Bel Ami registriert zunehmend, dass er umsonst wartet und sich die 2-Beiner da nicht erpressen lassen, so nach dem Motto: Neben der vollen Hundeschüssel ist noch keiner verhungert!
Eine interessante Formel haben wir auf
deutschedogge.at gefunden.
Da heißt es, dass ausgewachsene Arbeits- und Sporthunde nicht über 700g / cm Schulterhöhe haben sollten, während die Grenze bei Doggen bei maximal 1kg /cm Schulterhöhe liegt.
Das würde bedeuten, dass Paris nicht mehr als 90kg haben dürfte, von denen er freilich weit entfernt ist. Er wiegt etwa 70kg, allerdings sind sowohl Rippen als auch Hüftknochen viel zu deutlich sichtbar, will heißen, dass er noch einige Kilo mehr vertragen könnte. Womit wir zumindest in die Nähe oben angesprochener Formel kämen (90kg wären aber ganz sicher viel zu viel!).
Selbstverständlich müssen in die Formel immer Körper- und Knochenbau usw. eingerechnet werden und da Paris nunmal ein sehr leptosomer “Läufer”typ ist, schätzen wir sein Idealgewicht auf etwa 75kg.
Auf
deutschdogge.at heißt es auch weiter, dass die Gesamtfuttermenge / Tag bei etwa 2-5% des idealen Körpergewichts liegen sollte, abhängig natürlich von der Aktivität des Hundes.
Wenn wir also bei Paris nun 75kg als Idealgewicht ansetzen, würde dies eine notwendige Futtermenge zwischen 1.5kg und 3.75kg / Tag bedeuten (natürlich wiederum abhängig vom Nährwert etc.). Da er aber ohnehin ein schlechter Futterverwerter ist, sollte er eher die obere Grenze erreichen, was aber eben nur selten der Fall ist.
Wir haben sogar einmal ein Zusatzfutter probiert, das Hunde bekommen, die Leistungssport treiben und/oder einen sehr hohen Kalorienverbrauch haben und von dem besonders untergewichtige Hunde schon in einer Woche viel zunehmen sollten:
Seidenbällchen
- 5kg Rindfleisch (Kopffleisch)
- 2kg Müsli (ohne Zucker und Zusatzstoffe)
- 2kg Haferflocken
- 1/2kg Weizenkleie
- 10 Eier
- 1 Packung Gelatine (in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und dann in etwas warmem Wasser auflösen)
- 1 1/4 Tassen Distelöl
- 1 1/4 Tassen Melasse
- etwas Salz
Das ganze wurde zusammengemischt, daraus kleine Bällchen geformt, auf einem Tablett vorgefroren und dann in Gefrierbeutel verpackt. Frauchen betrieb einen riesigen Aufwand, Paris bekam täglich 4 bis 5 Bällchen (rosenkohlgroß) ins Futter und hat trotzdem nichts zugenommen.
Da viele unserer Freunde Briards sind, haben wir da natürlich auch versucht nachzurechnen. Wenn ein großer ausgewachsener Briardrüde 68cm Schulterhöhe hat, würde er unseren Berechnungen nach auf maximal etwa 47kg (basierend auf maximal 700g / cm Schulterhöhe) kommen dürfen. Wenn das so etwa hinkommt, wäre die Formel eigentlich recht brauchbar.
Obwohl eines ist klar: Augenmaß (Fühlen der Rippen, Sichtbarkeit der Hüftknochen etc.) ist sicher immer die verlässlichere Methode!
Würde uns natürlich sehr interessieren, ob ihr das ähnlich seht …











